Aktien Schweiz - Schweizer Börse mit Verlusten

Die Mischung aus Konjunktursorgen und schwachen Vorgaben aus Übersee haben den Schweizer Aktienmarkt am Freitagmorgen ausgebremst.
08.03.2019 11:45

Allerdings baute der Leitindex SMI im Laufe des Vormittags sein Minus ab und pendelte in einer engen Spanne um die 9300 Punkte. Nach Ansicht eines Börsianers befindet er sich nach den deutlichen Gewinnen der vergangenen Wochen im Konsolidierungsmodus.

Es sei wichtig, dass die Märkte auch mal wieder einen Teil ihrer Gewinne abgäben, ergänzt der Händler. Daher seien etwas stärkere Ausschläge nach unten in naher Zukunft auch nicht unbedingt als ein schlechtes Zeichen zu werten. Viel werde ohnehin von den Ergebnisse der Handelsgespräche zwischen den USA und Chia abhängen, so der Experte weiter. Die aktuelle Marktbewegung sei aber vor allem noch eine Nachwirkung der EZB vom Donnerstag. Die Währungshüter hatten unter anderem ihre Wachstumsprognose gesenkt. Dazu sind am Morgen noch schwache Exportdaten aus China gekommen. Im weiteren Verlauf könnten die Jobdaten aus den USA den Markt dann nochmals bewegen.

Der SMI fällt gegen 11 Uhr um 0,4 Prozent auf 9287 Punkte zurück. Der 30 Aktien umfassende SLI verliert 0,7 Prozent auf 1428 Zähler, während der breite SPI um 0,4 Prozent auf 11'001 Stellen nachgibt. Von den 30 SLI-Titeln notieren 26 im negativen Terrain, während 3 hinzugewinnen und Novartis unverändert notieren.

Konjunktursensible Aktien unter Druck

Die Wachstumssorgen spiegeln sich auch auf Aktienseite wider. So trennen sich Investoren in grossem Stil von konjunktursensiblen Werten wie etwa aus der Technologiebranche. Entsprechend gehören AMS, Temenos und Logitech mit Abgaben zwischen 2,8 und 1,8 Prozent zu den grössten Verlierern.

Die schwachen Exportdaten Chinas wiederum belasten vor allem die Aktien von Swatch, wie der Kursverlust von 2,5 Prozent zeigt. Branchenkollege Richemont hält sich mit -0,3 Prozent deutlich besser.

Unter den Zyklikern geben auch noch Dufry (-1,8% auf 97,56 Franken), Adecco (-1,2%) und Schindler (-1,0%) überdurchschnittlich nach. Bei Dufry hat die Credit Suisse am Morgen das Kursziel gesenkt. Allerdings liegt dies mit neu 110 Franken immer noch um 10 Prozent über dem aktuellen Kurs. Die Experten begründen den Schritt mit tieferen EBITDA-Vorhersagen und halten an ihrem "Neutral"-Votum fest.

Mit Kursverlusten von jeweils 1,6 Prozent gehören auch die Aktien von Julius Bär, UBS und CS zu den grössten Verlieren. Sie knüpfen damit an die schwache Vortagestendenz an.

Defensive Werte gefragt

Aber nicht nur die Verliererliste zeigt, dass Wachstumssorgen die Investoren zum Wochenschluss beschäftigen. Auch die Tatsache, dass Swisscom, Givaudan und Nestlé um bis zu 0,7 Prozent steigen, spricht dafür. Immerhin werden sie allesamt als eher defensiv betrachtet.

Die stärksten Kursausschläge finden derweil erneut im breiten Markt statt: Nach Zahlen trennen sich Investoren zum Teil im grossen Stil von Swissquote (-12,6%), VAT (-3,6%) und SFS (-1,3%). Im Fall der Onlinebank Swissquote hat die ZKB auch gleich mit einer Abstufung reagiert.

Aktien wie Siegfried, Autoneum und Georg Fischer setzen bei Abgaben zwischen 3,8 und 2,4 Prozent ihre schwache Tendenz vom Donnerstag fort. Neben den Exportdaten sind auch die jüngsten Zahlen zum chinesischen Automarkt schwach ausgefallen, was gerade etwa Autoneum weiter im Abwärtstrend hält.

Zu den Gewinnern zählen dagegen Zug Estates (+1,8%). Der Immobilienentwicklerin hat vor allem mit Aussagen zur künftigen Dividendenpolitik gepunktet.

(AWP)

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