Aktien Schweiz - Schweizer Börse tritt auf der Stelle

Der Schweizer Aktienmarkt präsentiert sich bis Donnerstagmittag ohne klare Richtung.
02.05.2019 11:30

Nachdem der SMI zunächst knapp im Plus gestartet war, drehte er schnell leicht ins Minus und bewegt sich seither in einer engen Spanne um seinen Schlusskurs vom Dienstag.

Händler sprechen von einem Muster, das sich in den letzten Tagen immer wieder durchgesetzt habe: Nach leichten Verlusten im frühen Handel sei der Markt im weiteren Verlauf dann meist ins Plus gedreht und habe seine Klettertour so stetig fortgesetzt. Erst am Dienstag hatte der SMI bei 9785 Punkten abermals eine neue Bestmarke gesetzt. Händler nennen unter anderem die Aussagen der US-Notenbank Fed zur Inflation vom Vorabend einen Hemmschuh. Der Fed-Vorsitzende Jerome Powell habe mit seinen Kommentaren Spekulationen auf eine Zinssenkung eine Absage erteilt. Hierzulande ist der Einkaufsmanagerindex für die Industrie im April erstmals seit Anfang 2015 unter die Marke von 50 Punkten gefallen. Bei Capital Economics wird dies als Zeichen gesehen, dass das wirtschaftliche Umfeld weiterhin schwach sei.

Der SMI tritt gegen 11 Uhr bei 9767 Punkten mit einem leichten praktisch auf der Stelle. Der 30 Aktien umfassende SLI bewegt sich mit 1528 Punkten ebenfalls kaum, während der breite SPI um 0,1 Prozent tiefer bei 11'725 Punkten steht. Von den 30 Topwerten notieren 20 tiefer und 10 höher.

Geberit nach Zahlen stark gesucht

In einem insgesamt recht nachrichtenreichen Umfeld setzen sich die Aktien von Geberit (+7,2%) unangefochten an die Spitze. Der Sanitärtechnikkonzern hat einen soliden Start ins neue Geschäftsjahr gezeigt. Bei Goldman Sachs gehen die Experten nach dem Zahlenkranz davon aus, dass die Konsensschätzungen leicht steigen dürften. Wie ein Händler betont, notieren die Aktien damit in etwa wieder so hoch wie vor Beginn der Marktkorrektur im vergangenen Oktober.

AMS-Aktien knüpfen mit einem Plus von 6,6 Prozent auf 45,82 Franken an ihre Kursgewinne vom Dienstag an. Nachdem am Dienstag gut aufgenommene Quartalszahlen die Aktien um ein Fünftel nach oben geschoben hatten, sind es nun die wohlwollenden Analystenkommentare und Kurszielerhöhungen. Unter dem Strich werten die Experten die Zahlen zusammen mit den Kommentaren als Anzeichen auf eine Erholung.

Von der guten Stimmung können auch Logitech mit einem Plus von 1,5 Prozent profitieren. Sie erholen sich damit von den Kursverlusten am Dienstag. Der Abgang des Finanzchefs hatte die Titel trotz überzeugender Zahlen unter Druck gesetzt.

Unterstützung von Pharmaschwergewichten

Unterstützung kommt zudem von den beiden Pharmaschwergewichten Novartis (+0,4%) und Roche (+0,2%). Auch der Neuling Alcon (+0,4%) hält sich im Plus. Er kann sich damit dem insgesamt etwas schwächeren Trend bei Medtech-Unternehmen entziehen. Während unter den Bluechips Sonova (-1,4%) klar schwächer tendieren, geben auch im breiten Markt mit Siegfried (-1,8%), Tecan (-1,4%) und Ypsomed (-0,5%) verschiedene andere Branchenvertreter teilweise deutlich nach.

Unter den Bluechips neigen dagegen die Aktien von Swatch (-2,2% auf 304,40 Franken) zur Schwäche. Hier hatte die RBC wegen gesenkter Gewinnschätzungen das Kursziel auf 280 Franken gekappt. Der zuständige Experte erachtet den aktuellen Konsens für die Margen als zu hoch.

Etwas richtungslos zeigen sich dagegen die Aktien von Swisscom (-0,2%). Der Telekomkonzern Swisscom hat im ersten Quartal etwas weniger umgesetzt, unter dem Strich aber etwas mehr verdient. Die Ziele für das Gesamtjahr werden bestätigt. Händler werten den Auftakt in ihren ersten Kommentaren als gut. Die Aktien pendeln zwischen leichten Gewinnen und Verlusten. Ein Händler hebt vor allem die Dividendenrendite als nach wie vor sehr attraktiv hervor. Sie sollte der Aktie nach unten eine gewisse Absicherung bieten.

Neben den schwächeren Medtech-Unternehmen fallen im breiten Markt auf der Gewinnerseite noch Titel wie Energiedienst, Arundel und Starrag mit überdurchschnittlichen Kursgewinnen zwischen 4,6 und 3,8 Prozent auf.

(AWP)

 

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