Aktien Schweiz - Schweizer Börse tritt auf der Stelle

Der Schweizer Aktienmarkt ist zum Wochenstart auf Richtungssuche. Nach einem freundlichen Start baute der Leitindex SMI seine Gewinne kurz aus, bevor er knapp ins Minus drehte.
15.07.2019 11:50

Aktuell bewegt er sich nahe seinem Schlusskurs vom Freitag. Laut Händlern halten sich Investoren mit dem Beginn der Berichtssaison erst einmal zurück.

Händler verweisen darauf, dass sich die Kluft zwischen dem US- und dem europäischen Aktienmarkt vergrössere. Aktuell versuchten die europäischen Börsen einen Boden zu finden, meint ein Händler. Generell falle auf, dass potenzielle Risiken derzeit eine längere Halbwertzeit hätten als positive Nachrichten. Mit der in dieser Woche gewinnt zudem die Berichtssaison an Fahrt. Nach den jüngsten Hiobsbotschaften von verschiedenen europäischen Branchengrössen wächst hier die Nervosität der Anleger.

Der SMI ist um 11.10 Uhr mit 9764 Punkten nahezu unverändert. Der 30 Aktien umfassende SLI bewegt sich bei 1507 Zählern ebenfalls kaum und der breite SPI zieht leicht um 0,1 Prozent auf 11'845 Punkte an. Unter den 30 wichtigsten Aktien stehen 16 Gewinner 10 Verlieren gegenüber, während 4 unverändert sind.

Alleine in dieser Woche stehen in den USA mit der Citigroup, J.P. Morgan, Goldman Sachs, Wells Fargo und Bank of America gleich fünf der wichtigsten Bankengrössen auf der Agenda. Ihre Zahlen dürften einen ersten Eindruck geben, was möglicherweise auch hierzulande zu erwarten ist. Aktuell stehen beide Grossbanken tiefer. Bei der UBS (-1,1%) beschwert laut Händlern ein negativer Analystenkommentar der Mediobanca den Kurs zusätzlich. CS (-0,1%) sind nur leicht schwächer.

Zykliker und Gesundheitswerte gefragt

Die Gewinnerliste der Bluechips wird mittlerweile von Zyklikern wie Temenos, Logitech und SGS mit Kursgewinnen zwischen 1,4 und 0,6 Prozent angeführt. Aber auch bei Vertretern aus dem Gesundheitsbereich wie Vifor Pharma (+1,2%), Lonza (+0,9%) und Sonova (+0,5%) greifen Investoren wieder verstärkt zu.

Im Fall von Sika (+0,5%) und Clariant (unverändert) sprechen Händler von einer Gegenbewegung nach der schwachen Vorwoche. Im Zuge einer Gewinnwarnung des deutschen Konkurrenten BASF war die gesamte Branche in Mitleidenschaft gezogen worden.

Etwas Unterstützung erhält der Gesamtmarkt an diesem Tag auch von den beiden Schwergewichten Nestlé und Novartis (beide +0,2%). Novartis gehört zu jenen Bluechips, die an diesem Donnerstag hierzulande für den ersten Grosskampftag im Rahmen der Bilanzsaison sorgen.

Dagegen kann das dritte Schwergewicht, Roche (-0,1%), nicht mit dem Markt mithalten. Die Genussscheine haben bereits in der Vorwoche deutlicher nachgegeben. Laut Händlers sorgen die laufenden Diskussionen über die Medikamentenpreise in den USA für Vorsicht. Bei Goldman Sachs heisst es in einem aktuellen Kommentar, die aktuelle Diskussion zeige, dass keines der politischen Lager derzeit eine passable Lösung bereit habe.

Adecco weiter unter Druck

Adecco (-1,2%) knüpfen nach einem weiteren negativen Analystenkommentar ebenfalls an die schwache Vorwoche an, in der sie bereits um mehr als 6 Prozent zurückgefallen waren. Dieses Mal sind es die Experten von Jefferies, die für erhöhten Abgabedruck sorgen. Wegen des verschlechterten Marktumfelds haben die Experten ihre Gewinnschätzungen gesenkt und zweifeln an, ob Adecco das Margenziel erreichen werde.

Die beiden Uhrenhersteller Richemont (-0,9%) und Swatch (-0,3%) dürften einerseits von den durchwachsenen chinesischen Wirtschaftsdaten belastet sein. Sie dürften zudem die Unsicherheit der Investoren vor den bevorstehenden Quartalszahlen verstärken. Richemont wird am Donnerstag über das erste Quartal berichten.

Im breiten Markt fallen die VP Bank (+2,2%) und die LLB (+1,6%) mit Kursgewinnen auf, nachdem beide ein starkes erstes Halbjahr in Aussicht gestellt haben.

(AWP)

 

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