Aktien Schweiz - Schweizer Börse weiter im Aufwärtstrend

Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Freitag freundlich und bestätigt damit den Aufwärtstrend der vergangenen Tage und Wochen.
27.07.2018 12:00

Die ermutigend ausgegangenen Gespräche zwischen EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und dem US-Präsidenten Trump haben die Aussichten auf eine Entspannung im Zollkonflikt zwischen den USA und Europa etwas erhöht. Dies wiederum lässt die Investoren mit einem gewissen Optimismus ins Wochenende gehen. Stark gesucht sind dabei LafargeHolcim im Anschluss an die Publikation eines überraschend soliden Halbjahresergebnisses.

Angesichts der doch sehr moderaten Aufschläge am Berichtstag und der starken Entwicklung des SMI schon seit Monatsbeginn herrscht unter den Marktteilnehmern jedoch keine Euphorie. Mit Blick auf den globalen Handelsstreit wird denn auch in verschiedenen Kommentaren davor gewarnt, die positiven Signale vom eingangs erwähnten Gespräch zu stark zu bewerten. Mit Blick auf die sprunghafte Politik von Trump gelte es abzuwarten, was letztlich konkret entschieden werde.

Der SMI legt bis Mittag 0,3 Prozent auf 9168 Punkte zu. Der SMI befindet sich damit auf einem Niveau, dass man zuletzt anfangs Februar gesehen hatte. Der 30 Aktien umfassende SLI gewinnt 0,4 Prozent auf 1503 Punkte und erobert damit die Marke von 1500 zurück und der breite SPI 0,3 Prozent auf 10'915 Punkte. Von den 30-SLI-Titeln tendieren 22 nach oben und 8 nach unten.

LafargeHolcim nach Halbjahreszahlen gesucht

An der Tabellenspitze haben sich LafargeHolcim (+2,9%) etabliert. Der Zementhersteller präsentierte ein überraschend solides Halbjahresergebnis und übertraf damit sowohl beim organischen Umsatzwachstum als auch beim operativen Gewinn die Analystenschätzungen leicht. Von den Experten herausgestrichen wird vor allem die im zweiten Quartal entstandene Dynamik beim Umsatzwachstum in Europa und in der Region Mittlerer Osten/Afrika. Analysten zeigen sich zudem erfreut, dass die Guidance nicht gesenkt wurde.

Dahinter ziehen Aryzta (+1,5%) überdurchschnittlich an, während die Aktien der Banken UBS (+1,5%) und CS (+1,4%) ihren Aufwärtstrend fortsetzen.

Von den weiteren Finanzwerten legen noch Swiss Life (+1,2%) merklich zu, wogegen die übrigen Versicherer oder auch Julius Bär im breiten Mittelfeld kaum oder nur wenig verändert stehen.

Partners Group stehen mit einem Minus von 1,0 Prozent gar beinahe am Ende der Tabelle, übertroffen einzig noch von den Verlusten von Sonova (-1,4%).

Bei den Schwergewichten halten sich Roche und Nestlé (je +0,3%) schadlos, wogegen es bei Novartis (-0,3%) wieder einmal zu Gewinnmitnahmen nach dem starken Lauf der vergangenen Wochen kommt.

Forbo mit Kurssprung nach Zahlen

Im breiten Markt klettern Forbo (+10,2%) markant nach oben. Die Industriegruppe hat im ersten Semester die Markterwartungen mit den präsentierten Zahlen klar übertroffen. Es seien "beeindruckende Ergebnisse in einem herausfordernden Umfeld" gelungen, heisst es dazu unter anderem.

Auch die Aktien des Klimatechnikers Zehnder (+3,7%) sind nach Zahlen gesucht, wogegen die Titel des Werkzeugmaschinenherstellers Starrag (-3,7%) deutlich zurückgenommen werden. Dieser hat zwar einen sehr starken Bestellungseingang erreicht, musste aber wegen Problemen in einem eigenen Produktionswerkt und wegen Verzögerung seitens von Lieferanten einen Rückgang der Marge hinnehmen und entsprechend auch die Prognose für das Gesamtjahr nach unten revidieren.

Etwas nach oben geht es wiederum mit den Aktien der Bank Vontobel (+2,7%). Die Bank hat Gewinn, Ertrag und Nettoneugelder in der ersten Jahreshälfte deutlich erhöht und die Ziele angepasst. Diese werden von Analysten indes als eher vorsichtig eingeschätzt.

(AWP/cash)