Aktien Schweiz - SMI leicht im Plus - nur wenige Impulse

Am Schweizer Aktienmarkt zeigen sich die Indizes am Donnerstagmittag leicht im Plus, womit sie die am Mittwochnachmittag begonnene Erholungsbewegung fortsetzen.
07.12.2017 12:35

Insgesamt fehlen derzeit am Markt die Impulse, der Handel "plätschere" bei recht geringen Volumen dahin, sagt ein Händler in Zürich. Die meisten Anleger seien mit der Performance im laufenden Jahr zufrieden und hofften nun darauf, diese in den letzten drei Wochen des Jahres noch mitnehmen zu können.

Die Märkte zeigten sich auch unbeeindruckt von der möglichen Eskalation politischer Krisen, so ein weiterer Kommentator. Ins Zentrum des Interesses rücken nun die am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten. Am Donnerstagnachmittag stehen mit der Publikation der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA weitere Hinweise dazu an. In der Schweiz ist die Arbeitslosenquote im November laut den neusten Zahlen etwas angestiegen, der saisonbereinigte Wert hat aber abgenommen.

Gegen Mittag notiert der SMI 0,1% im Plus bei 9319 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI legt 0,2% auf 1494 Punkte zu und der breite SPI gewinnt 0,1% auf 10'675 Zähler. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 22 im Plus und 8 im Minus.

Starke Finanztitel

Zu den stärksten Bluechip-Werten gehören am Mittag eine Reihe von Finanztiteln, darunter die Versicherungsaktien Swiss Re (+1,1%) und Bâloise (+0,7%) sowie die Titel der Vermögensverwalter Julius Bär (+1,0%) und Partners Group (+0,5%). Partners Group hat vorbörslich bekanntgegeben, seit Anfang Jahr für seine Kunden US-Büroliegenschaften im Wert von über eine Milliarde Dollar erworben zu haben. Die Grossbankenwerte CS (+0,4%) und UBS (+0,2%) erholen sich von den Abgaben des Vortags.

Im Plus notieren auch die am Vortag noch schwachen Logitech-Titel (+0,6%), die von der jüngsten Erholung der Technologiewerte profitieren dürften. Das UBS-Research hat seine Kaufempfehlung für die Aktien des Computerzubehörherstellers bei leicht angehobenem Kursziel bestätigt. Der zuständige Analyst verweist auf eine starke Dynamik im Dezember und billigt dem Unternehmen "gute Perspektiven" für das laufende und das kommende Geschäftsjahr zu.

Aryzta (+0,5%) legen nach den Avancen des Vortages weiter zu. Der angeschlagene Backwarenkonzern hat die am Mittwoch durchgesickerten Gerüchte bestätigt, dass er aus seiner Beteiligung am französischen Tiefkühlproduktehersteller Picard eine Ausschüttung erwarten darf. Für die ZKB handelt es sich aber erst um einen "leicht grösseren Tropfen auf den heissen Stein".

Nestlé weiter mit Avancen

Leicht fester zeigen sich die Aktien des dritten Schwergewichts Nestlé (+0,2% auf 85,95 Franken). Am Mittwoch hatten die Titel des SMI-Schwergewichts mit deutlichen Avancen die Indizes gestützt, wobei sie zeitweise ihr bisheriges Rekordhoch von 86,40 Franken egalisiert hatten.

Bei den Pharmaschwergewichten haben Roche (-0,3%) im Verlauf des Vormittags ins Minus gedreht. Der Pharmakonzern hat am Morgen neue Studiendetails zu einer neuen Lungenkrebs-Kombinationstherapie mit Tecentriq und Avastin sowie Chemotherapie vorgelegt, zudem hat der Basler Konzern weitere Informationen zu seinem Bluter-Medikament Hemlibra präsentiert.

Die bereits am Vortag schwachen Novartis (-0,1%) geben ebenfalls nach. Das Pharmaunternehmen hat nun die Angebotsphase für die rund 3,9 Milliarden Dollar teure Übernahme des auf Nuklearmedizin spezialisierten Unternehmens Advanced Accelerator Applications (AAA) begonnen, wobei eine Andienungsquote von mindestens 80% angestrebt wird. Zudem kündigte Novartis positive Studiendaten zu seinem Krebsmittel Kisqali an.

AMS auf Erholungskurs

Am breiten Markt ziehen die Titel des Chipherstellers AMS (+1,4%) an, die ebenfalls vom Rebound der Technologiewerte profitieren dürften. Die Credit Suisse hat zudem die Kaufempfehlung für die Titel bei einem deutlich höheren Kursziel bekräftigt. Am Donnerstag hatten AMS mit einem Minus von 5,9% noch zu den schwächsten Titeln am Markt gehört.

Der Komponentenhersteller Schaffner (Aktie unv.) hat für sein Ende September abgeschlossenes Geschäftsjahr 2016/17 erwartungsgemäss eine Umsatz- und Gewinnzunahme vermeldet, die Analysten der ZKB kritisieren allerdings eine tiefe Profitabilität im zweiten Halbjahr.

(AWP)