Aktien Schweiz - SMI mit leichten Abgaben - Investoren nehmen erste Gewinne mit

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstagvormittag durch Gewinnmitnahmen geprägt.
05.11.2019 11:30

Der Leitindex SMI war bereits mit leichten Abgaben in den Handel gestartet und hat sich im weiteren Verlauf wieder knapp an seinen Schlusskurs vom Montag vorgearbeitet. Ein wirklicher Trend sei unter den Einzelwerten nicht auszumachen, heisst es von Händlern.

Generell wird die Stimmung denn auch weiterhin als hoffnungsvoll gesehen. Vor allem die letzten Kommentare aus den USA und China über eine mögliche erste Einigung in dem seit mehr als einem Jahr anhaltenden Zollstreit haben dem Aktienmarkt zuletzt wieder einen Schub gegeben.

Viele Börsianer hoffen, dass im Falle einer Einigung die Auswirkungen auf das weltweite Wirtschaftswachstum überschaubar bleiben. Darüber hinaus ist aber auch wieder vermehrt von Expertenseite zu hören, dass angesichts des anhaltenden Tiefzins-Umfeldes bei der Suche nach Rendite kein Weg an Aktien vorbei gehe.

Indices gehen zurück

Der SMI verliert gegen 11.05 Uhr 0,13 Prozent auf 10'323,28 Punkte. Damit steht er um etwa 30 Punkte unter seinem erst am Montag erreichten Rekordniveau von 10'353 Punkten. Der die 30 wichtigsten Werte umfassende SLI fällt um 0,08 Prozent auf 1'588,12 Punkte und der breite SPI um 0,15 Prozent auf 12'446,61 Zähler.

Bei den 30 grössten Werten stehen 15 Verlieren 14 Gewinner gegenüber, Richemont sind unverändert.

Unter den Blue Chips haben die Aktien von Adecco mit -1,0 Prozent den vergleichsweise schwersten Stand. Bei dem Personaldienstleister hat sich auch im dritten Quartal die wirtschaftliche Abschwächung negativ auf den Geschäftsverlauf ausgewirkt. Ausserdem hat die Gruppe die US-Tochter Soliant Health für 612 Millionen Dollar verkauft. In einem ersten Kommentar der CS heisst es, die US-Tochter sei im eher hochmargigen Segment unterwegs gewesen, so dass der Verkauf ab 2020 zu einer Verwässerung der Margen führen dürfte.

Schwergewichte bremsen

Es sind aber vor allem die drei Schwergewichte Nestlé (-0,7 Prozent), Novartis und Roche (beide -0,1 Prozent), die sich erneut als Hemmschuh für den Markt erweisen. Schon am Montag hatten die drei Titel den Markt zunächst zurückgehalten. Dabei hat Novartis mit der US-Zulassung eines Biosimilars gute Nachrichten von der Generika-Tochter Sandoz zu vermelden. Händler verweisen aber vor allem auf den US-Markt, wo Pharmawerte am Montag dem insgesamt freundlichen Markt hinterhergelaufen waren.

Neben den Schwergewichten geben mit Lonza, Vifor und Swisscom weitere defensive Anlagen zwischen 0,5 und 0,4 Prozent nach. Aber auch Zykliker wie LafargeHolcim und Geberit (beide -0,1 Prozent) werden verkauft.

Recht uneinheitlich präsentiert sich dagegen die Finanzbranche. Partners Group und Zurich (beide -0,7 Prozent) stehen weit oben auf den Verkaufslisten, während UBS (+1,0 Prozent), CS und Julius Bär (beide +0,6 Prozent) ihren guten Lauf vom Montag fortsetzen.

Bewegung aus der zweiten Reihe

Es sind aber vor allem die Unternehmen aus der zweiten Reihe, die am Dienstag mit ihren Zahlen für Bewegung am Markt sorgen. Allen voran verteuern sich Dufry um 6,0 Prozent. Bei dem Reisedetailhändler ist das organische Wachstum in den ersten neun Monaten besser als erwartet ausgefallen.

 

 

Auch der Industriekonzern Oerlikon (+5,4 Prozent) und der Elektronikkomponenten-Hersteller Lem (+4,3 Prozent) können mit ihrem aktuellen Geschäftsverlauf überzeugen. Beim Spezialitätenpharma-Unternehmen Santhera wiederum kommt es zu einem Chef-Wechsel, was am Markt mit +5,7 Prozent quittiert wird.

Derweil hat Ypsomed (-7,8 Prozent) im ersten Halbjahr 2019/20 noch schwächer abgeschnitten als befürchtet und den Ausblick gesenkt.

(AWP)

 

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