Aktien Schweiz - SMI: Nächstes Ziel 10'000

Der Schweizer Aktienmarkt lässt sich auch bis Donnerstagmittag auf seinem Höhenflug nicht stoppen.
13.06.2019 11:30

Nach einem verhaltenen Start mit leicht negativen Kursen zieht der SMI unter der Führung starker Pharmawerte auf seinem Rekordlauf weiter an und übertrifft erstmals die Marke von 9900 Punkten. Die 10 vor dem Hochkomma rückt damit in Greifweite. Keine Bremse für die hiesigen Aktien ist auch die Schweizerische Nationalbank, welche in ihrem Hinweis auf die globalen Risiken für die Weltwirtschaft noch etwas skeptischer geworden ist als bei ihrer letzten Lagebeurteilung.

"Es sind ganz klar die Notenbanken, welche die Märkte stützen", sagt ein Händler in Zürich. Diese wollten offenbar auf "Biegen und Brechen" verhindern, dass die Investoren nervös würden. Der SMI profitiere dabei zudem vom starken Lauf der defensiven Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche. "Hierzulande wollen die Marktteilnehmer den SMI offenbar unbedingt über der Marke von 10'000 sehen. Aber der Fall kommt früher oder später und sicher nicht, wenn es jemand erwartet", fügt er an.

Der SMI notiert nach 11 Uhr 0,4 Prozent höher bei 9899 Punkten. Das Allzeithoch wurde mittlerweile auf 9'906 hinaufgeschraubt. Der 30 Aktien umfassende SLI steigt um 0,3 Prozent auf 1513 Punkte und der breite SPI um 0,4 Prozent auf 11'958 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln stehen zwei Drittel höher.

Etwas bewegt hat die SNB die Devisenmärkte. Dabei hat der Franken aber entgegen den Absichten der Währungshüter leicht aufgewertet, und zwar sowohl gegenüber dem Euro als auch dem Dollar.

Starke Pharma-Schwergewichte treiben den SMI

Am meisten legen dabei Sonova (+1,6%) zu. Das Überschreiten der Marke von 9900 verdankt der SMI aber insbesondere Novartis (+1,4%) und Roche (+1,0%) auf den nächsten Plätzen. Roche hat am Morgen über positive Studienresultate für sein Medikament Rituxan zur Behandlung einer seltenen Hautkrankheit berichtet.

Guten Gewinn verzeichnen darüber hinaus konjunktursensitive Aktien wie LafargeHolcim (+1,0%), Sika (+0,8%) oder Adecco (+0,7%).

Vergleichsweise verhalten entwickeln sich die Grossbanken, von denen UBS (+0,1%) knapp im Plus stehen und CS (-0,1%) knapp im Minus. Julius Bär (+0,6%) halten sich etwas besser. Die Nationalbank hatte mit ihrem am Morgen publizierten Stabilitätsbericht weitere Massnahmen zur Verhinderung einer Hypothekenkrise eingefordert, was den Sektor etwas belastet. Die Finanzmarktaufsicht Finma mahnte zudem weitere Anstrengungen hinsichtlich des Erhalts wichtiger Funktionen innerhalb des Systems bei einer Krise an.

Luxusgüteraktien stark unter Druck

Am stärksten unter Druck stehen derzeit die Luxusgüteraktien Swatch (-1,4%) und Richemont (-0,7%), welche von der unsicheren Entwicklung im Handelsstreit zwischen den USA und China gebremst werden.

Moderate Abgaben von unter einem halben Prozent erleben Givaudan, Temenos oder auch die Chemie-Titel Lonza und Clariant.

Im breiten Markt geben Ascom um 2,1 Prozent etwas auffälliger nach. CEO Holger Cordes hatte sich zwar in einem am Morgen publizierten Interview grundsätzlich zuversichtlich gezeigt, sich mit Blick auf das längerfristige Margenziel von 20 Prozent aber etwas zeitliche Flexibilität ausbedungen.

Idorsia (+0,7%) erhalten von positiven Studienergebnissen zu einem Schlafmittel leichten Rückenwind und Stadler Rail von einem weiteren Auftrag für 16 Flirt-Züge aus Deutschland.

(AWP)

 

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