Aktien Schweiz - Starke Novartis und CS pushen den SMI

Der Schweizer Aktienmarkt verzeichnet am Mittwochmittag moderate Gewinne und setzt damit die Rekordjagd fort. Der SMI profitiert dabei von den jeweils nach Quartalszahlen gesuchten Novartis und Credit Suisse.
24.04.2019 11:30

Bei einer Mehrheit der Titel im SMI/SLI setzen aber angesichts des hohen Niveaus Gewinnmitnahmen ein. Das Potential nach oben sei mittlerweile etwas beschränkt, heisst es dazu in Marktkreisen.

Das allgemeine Börsensentiment sei aber nach wie vor positiv getrimmt, dies vor allem dank der angelaufenen Berichtsaison. Hierzulande haben nun mit den drei Schwergewichten Nestlé, Roche und Novartis oder auch mit Credit Suisse einige der wichtigsten Unternehmen die Erwartungen für das erste Quartal übertroffen. Und auch in den USA ist die Mehrheit der bisher publizierten Unternehmenszahlen besser ausgefallen als gedacht. An der Konjunkturfront hingegen kam vor kurzem wieder eine leise Enttäuschung. So haben sich die Aussichten für die deutsche Wirtschaft im April gemäss dem IFO-Index überraschend wieder eingetrübt, was die Aktien in der Schweiz allerdings kaum beeinflusst.

Der SMI steht gegen 11 Uhr 0,4 Prozent höher bei 9676 Punkten. Das neue Intraday-Allzeithoch liegt bei 9688 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI zieht um 0,4 Prozent auf 1519 Punkte an und der SPI um 0,4 Prozent auf 11'637 Punkte. Von den 30 Top-Werten geben allerdings zwei Drittel nach.

Novartis als Index-Treiber

Novartis ziehen den SMI mit einem Plus von 2,8 Prozent klar nach oben. Der Gesundheitskonzern legt für das zurückliegende erste Quartal ein überzeugendes Ergebnis vor. Insbesondere der Bereich Innovative Medicines hat mehr umgesetzt als erwartet. Aber nicht nur beim Umsatz, sondern auch beim operativen Gewinn hat das Unternehmen die Analystenerwartungen übertroffen. Letzteres ermöglicht eine Erhöhung der diesjährigen Zielvorgaben für den operativen Kerngewinn.

Dahinter belegen Credit Suisse (+2,6%) den zweiten Platz in der Tabelle. Die zweitgrösste Schweizer Bank hat im ersten Quartal einem schwierigen Umfeld getrotzt und die Analystenerwartungen zum Teil deutlich übertroffen. Die Experten sprechen denn auch in ersten Kommentaren von einer positiven Überraschung. Dass das Umfeld schwierig war, zeigt sich etwa am Ertrag. Dieser war im Jahresvergleich bei der CS leicht rückläufig, lag damit aber noch immer am ganz oberen Ende der Erwartungsbandbreite. In Expertenkreisen kommt auch der überzeugende Nettoneugeldzufluss gut an.

Im Sog von CS verteuern sich Julius Bär (+2,4%) und UBS (+1,4%) ebenfalls, die beiden Titel komplettieren damit das Spitzenquartett. UBS wird die Quartalszahlen am morgigen Donnerstag vorlegen.

Adecco profitieren von Konkurrenz-Zahlen

Zudem stehen auch Adecco (+1,3%) nach guten Zahlen des Konkurrenten Randstad weit oben. An der Börse ist mit Blick auf die Randstad-Zahlen von einer "Steilvorlage" für Adecco die Rede, dies etwa in Bezug auf das organische Wachstum oder die Margenentwicklung.

Die Mehrheit der Aktien gibt aber wie eingangs erwähnt leicht nach, am meisten Vifor Pharma (-1,3%) und Lonza (-1,3%; -4 Franken). Letztere werden allerdings ex Dividende von 2,75 Franken gehandelt, womit die Abgaben also nur teilweise begründet werden können.

Gewinnmitnahmen verzeichnen etwa Swisscom, Clariant und ABB (je -0,7%), oder auch LafargeHolcim und Swatch (je -0,6%).

Im breiten Markt büssen Phoenix Mecano nach enttäuschenden Zahlen 3,3 Prozent ein. Der Rückgang von Umsatz und Ergebnis des Komponenten- und Gehäuseherstellers im ersten Quartal fiel deutlicher aus als von den Analysten erwartet.

Und Burckhardt Compression (+2,8%) erhalten von einer Meldung zu verschiedenen Grossaufträgen aus China etwas Rückenwind.

(AWP)

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