Akzo Nobel kappt Ergebnisprognose - Finanzchefin erkrankt und tritt zurück

Der Spezialchemie- und Farbenkonzern Akzo Nobel hat seine Prognose für das operative Ergebnis 2017 gesenkt. Das niederländische Unternehmen geht zwar weiter von einem höheren Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) aus als im Vorjahr, jedoch werde die Steigerung unter den zuvor erwarteten 100 Millionen Euro liegen, teilte Akzo Nobel am Freitag mit.
08.09.2017 07:41

Der Konzern hat derzeit mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen, etwa mit anhaltendem Gegenwind für Schiffslacke und -farben oder Lacken für Korrosionsschutz. Hinzu kämen hohe Rohstoffkosten, zwischenzeitliche Produktions- und Lieferunterbrechungen im dritten Quartal sowie negative Währungseffekte.

Höhere Verkaufspreise sowie zusätzliche Sparmassnahmen könnten dies nicht vollständig ausgleichen, hiess es. Die Ausgliederung des Spezialchemiegeschäfts liege im Zeitplan und ist für April 2018 vorgesehen.

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, tritt Finanzvorstand Maëlys Castella aus gesundheitlichen Gründen von ihrem Posten zurück. Nach ihrer Genesung soll sie zu Akzo Nobel zurückkehren und einen Posten im Senior Management übernehmen. Bis eine Nachfolge für Castella gefunden ist, übernimmt den Angaben zufolge der Controller Hans de Vriese das Finanzressort./nas/stb

(AWP)