Akzo Nobel wirft Hedgefonds Elliott in PPG-Abwehrschlacht unlautere Methoden vor

Der Übernahmekampf um den niederländischen Chemiekonzern Akzo Nobel wird zunehmend zur Schlammschlacht. Akzo wirft dem Hedgefonds Elliott nun eine fragwürdige Verquickung mit dem US-Kaufinteressenten PGG Industries vor. Elliott habe potenziell marktbewegende Insiderinformationen hinter den Kulissen mit dem US-Konzern teilen wollen, der die Niederländer milliardenschwer übernehmen will. Akzo Nobel habe Informationen dazu den niederländischen Behörden übergeben, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Amsterdam mit. Dem Antrag Elliotts, eine ausserordentliche Hauptversammlung einzuberufen und Verwaltungsratschef Antony Burgmans abzusägen, erteilte Akzo eine Absage.
12.04.2017 11:19

Elliott habe PPG vorab über die Entscheidung in Kenntnis setzen wollen, den entsprechenden Antrag zu stellen, hiess es von Akzo. Dies habe man am Dienstag erfahren. Akzo wehrt sich gegen die zuletzt rund 22,4 Milliarden Euro schwere Übernahmeofferte durch den PPG-Konzern aus Pittsburgh. Grosse Investoren befürworten jedoch laut PPG-Chef Michael McGarry eine Übernahme.

Vorstandschef Ton Büchner will in der kommenden Woche ein eigenes Konzept vorlegen, wie der Konzern durch eine Aufspaltung für die Aktionäre mehr Wert schaffen kann. Bei einem Zusammengehen mit PPG droht ihm zufolge wegen Überschneidungen der Verkauf vieler Teile und ein bedeutender Arbeitsplatzverlust./men/stb/jha/

(AWP)