Alpiq erleidet im Halbjahr Verlust von 109 Mio CHF

Alpiq hat im ersten Halbjahr 2017 einen grösseren Verlust erlitten. Dieser belief sich auf 109 Mio nach einem solchen von 2 Mio CHF im Vorjahr. Auch vor Sondereinflüssen schrieb Alpiq ein Minus von 5 Mio CHF nach einem Gewinn von 41 Mio CHF.
28.08.2017 08:22

Der Umsatz stieg derweil auf 3,5 Mrd CHF von 3,0 Mrd im Vorjahr. Der EBITDA nach IFRS lag indes bei +82 Mio nach +473 Mio im Vorjahr, und der EBIT betrug 0 CHF nach einem positiven Wert von 168 Mio.

Die Stromproduktion in der Schweiz sei defizitär, während das gesamte operative Ergebnis von den drei Wachstumsbereichen erwirtschaftet worden sei, teilt der Energiekonzern am Montag mit. Hauptreiber waren negative Währungseffekte wegen auslaufender Absicherungsgeschäfte, die vor dem Entscheid der SNB zur Aufgabe des Euro-Mindestkurses getätigt worden waren sowie der ausserplanmässige Stillstand des Kernkraftwerks Leibstadt. Hinzu kommen die nach wie vor tiefen Grosshandelspreise.

Im Vorfeld hatten ZKB und Research Partners mit einem Verlust von 17 Mio bzw. 71 Mio gerechnet.

Der im März 2016 angekündigte Teil-Verkauf des Wasserkraftportfolios soll vorerst auf Eis gelegt werden. Der Verwaltungsrat habe entschieden, den Prozess der Öffnung für Investoren zu sistieren. Ausschlaggebend seien Preis, vertragliche Konditionen und Transaktionssicherheit, welche "nicht kumulativ erfüllt" wurden. Insbesondere seien potentielle Investoren nicht bereit, anteilig die unwägbaren regulatorischen Risiken mitzutragen.

Die Strukturierung der Wachstumsbereiche für Investoren verlaufe hingegen nach Plan, heisst es. Bei Alpiq haben der Erhalt der Kapitalmarktfähigkeit, die Sicherstellung der Liquidität und die weitere Reduktion der Nettoverschuldung oberste Priorität. Mit Blick auf das Gesamtjahr geht die Gesellschaft von einem operativen Ergebnis unter dem Vorjahr aus.

ys/cp

(AWP)