Alpiq: Joint Venture KAO unterliegt vor Schiedsgericht - Aufwendungen 65 Mio EUR

Die Arbeitsgemeinschaft Kraftanlagen ARGE Olkiluoto 3 (KAO), zu welcher der Schweizer Stromkonzern Alpiq über seine Tochtergesellschaft Kraftanlagen München gehört, ist in einem langjährigen Schiedsgerichtsverfahren der Bilfinger Piper Technologies (BPT) unterlegen. Das Urteil im Zusammenhang mit einem Bauauftrag für das finnische AKW Olkiluoto 3 bedeutet für die KAO inklusive der zu tragenden Verfahrenskosten einmalige, nicht einbringbare Projektaufwendungen von rund 65 Mio EUR, wie einer Alpiq-Mitteilung vom Dienstag zu entnehmen ist.
30.05.2017 07:57

Die KAO, die aus der Kraftanlagen München sowie der Kraftanlagen Heidelberg besteht, hatte die Schiedsklage 2011 nach "langen, aber letztlich gescheiterten" Verhandlungen eingereicht. Sie habe damit Forderungen aus einem gekündigten Nachunternehmervertrag mit der BPT geltend gemacht. Die KAO prüfe nun die Ergreifung von ausserordentlichen Rechtsmitteln zur Aufhebung des Schiedsurteils.

Das Kerngeschäft der Alpiq-Tochter Kraftanlagen München liegt laut der Mitteilung im internationalen Kraftwerks- und Industrieanlagenbau und dem damit verbundenen Servicegeschäft. Die Kraftanlagen München war laut früheren Alpiq-Mitteilungen in der ARGE am Bau des finnischen Kernkraftwerks Olkiluoto 3 beteiligt.

tp/ra

(AWP)