Alpiq nimmt Power-to-Heat-Anlage in Niedergösgen in Betrieb

Alpiq hat eine Power-to-Heat-Anlage in Betrieb genommen. Mit der Anlage in Niedergösgen wolle der Energiekonzern negative Regelleistung für das Stromnetz anbieten, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Alternativ könne zudem Prozessdampf für industrielle Zwecke erzeugt werden.
19.04.2017 09:55

Die Power-to-Heat-Anlage erzeugt mit zwei Elektrodenheizkesseln mit je 11 Megawatt elektrischer Leistung Prozessdampf und steht auf dem Gelände des Wasserkraftwerks Gösgen. Die Anlage wurde den Angaben seit Anfang Oktober 2016 gebaut und ging Mitte April 2017 in Betrieb. Die Baukosten betrugen rund 6 Mio CHF.

Über den Regelenergiemarkt, an dem Alpiq mit der Anlage partizipieren will, gleicht der Übertragungsnetzbetreiber Swissgrid Differenzen zwischen erzeugtem und verbrauchtem Strom aus und sichert so die Netzstabilität. Mit dem Anstieg der fluktuierenden Stromproduktion aus Wind- und Solarkraft wird dies zunehmend anspruchsvoller, was Alpiq nutzen will. Dies sei im Einklang mit der Strategie, "mit innovativen Ansätzen neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschliessen".

Neben der Vermarktung am Regelenergiemarkt bestehe zudem die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit der Papierfabrik Model AG. Derzeit bezieht die Papierfabrik Prozessdampf aus dem Kernkraftwerk Gösgen. Während der jährlichen Revision könnte nun die neue Power-to-Heat-Anlage von Alpiq den Dampf liefern, heisst es.

ys/tp

(AWP)