Altlasten: Deutsche Bank erwartet finanziellen Beitrag von Ex-Chefs

Die Deutsche Bank will angesichts ihrer milliardenschwereren Altlasten ehemalige Vorstände zur Kasse bitten. Der Aufsichtsrat setze sich "seit längerer Zeit ... sehr detailliert und umfassend mit der Frage auseinander, ob den seinerzeit amtierenden Vorstandsmitgliedern eine persönliche oder kollektive Verantwortung für Fehler der Vergangenheit zukommt", sagte der Vorsitzende des Kontrollgremiums, Paul Achleitner, laut Redetext bei der Hauptversammlung des Dax -Konzerns am Donnerstag in Frankfurt.
18.05.2017 10:08

"Ich kann Ihnen ... heute berichten, dass sich der Aufsichtsrat hierzu mit den betroffenen Vorstandsmitgliedern in fortgeschrittenen Gesprächen befindet. Nach Erwartung des Aufsichtsrats wird es in den nächsten Monaten hierzu eine Regelung geben, die einen wesentlichen finanziellen Beitrag der Betroffenen sicherstellt", sagte Achleitner.

Boni in Millionenhöhe liegen auf Eis. Bereits im Geschäftsbericht für das Jahr 2015 hatte die Bank darauf hingewiesen, dass noch nicht ausgezahlte variable Vergütungsbestandteile für etliche damals noch amtierende und ehemalige Top-Manager einbehalten werden sollen. Betroffen sind demnach elf inzwischen ausgeschiedene Vorstände, darunter die Ex-Vorstandschefs Josef Ackermann, Jürgen Fitschen und Anshu Jain. Die Führungsriege ist inzwischen quasi komplett ausgetauscht./ben/das/DP/stb

(AWP)