Amgen erhöht Gewinnprognose erneut - Anleger nicht begeistert

Der weltweit grösste Biotech-Konzern Amgen hat seine Gewinnziele nach oben geschraubt. Trotz Schwierigkeiten durch den Hurrikan Maria in Puerto Rico sind die Amerikaner dank Kostensenkungen und besseren Abläufen nun optimistischer. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll nun im laufenden Jahr 12,50 bis 12,70 US-Dollar je Aktie erreichen (zuvor 12,15 bis 12,65), teilte der Konzern bei der Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal mit.
26.10.2017 06:37

Die Umsatzerwartung wurde am unteren Rand erhöht: Nun sollen es 22,7 bis 23 Milliarden Dollar werden. Vorher wurde die Spanne bei 22,5 bis 23 Milliarden gesehen.

Im dritten Quartal waren die Erlöse allerdings um 1 Prozent auf 5,77 Milliarden Dollar gesunken. Analysten hatten hier sogar mit etwas weniger Umsatz gerechnet. Der Gewinn stieg dagegen um 5 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar. Der von Analysten beobachtete bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 3,34 Dollar, Experten hatten hier weniger erwartet.

Wie viele andere Pharmaunternehmen steht Amgen unter Druck seine Medikamenten-Pipeline mit neuen Hoffnungsträgern zu füllen. Der Umsatz des Top-Medikaments, des Arthritis-Mittels Enbrel, sank um 6 Prozent und enttäuschte damit die Erwartungen von Analysten. Der Umsatz eines neueren Medikaments, des Cholesterin-Mittels Repatha, blieb ebenfalls hinter den Prognosen der Experten zurück. Nachbörslich gab die Aktie nach./stk

(AWP)