AMS-Aktie im Nachmittagshandel von Stopp-Loss-Verkäufen belastet

Die Aktien des Sensorenherstellers AMS haben am Dienstagnachmittag einen schweren Stand. Ein Taucher auf unter 70 CHF habe darunter angesiedelte Stopp-Loss-Aufträge aufgelöst. In Anbetracht des vorsichtigen Ausblicks für das dritte Quartal werde der Verkaufsdruck am Tag nach der Quartalsergebnispräsentation nur schwer absorbiert, so berichten Händler weiter.
25.07.2017 15:01

Um 14.46 Uhr fallen AMS Inhaber noch um 6,5% auf 68,65 CHF. Der Gesamtmarkt (SPI) notiert im Gegenzug bei 10'203,61 Punkten und damit um 0,65% über dem Schlussstand vom Vortag. Nicht nur in den Basiswerten, auch in mehreren Call-Warrants ist von regen Handelsaktivitäten zu hören.

Die Aktie ist im bisherigen Jahresverlauf allerdings der grösste Gewinner im SPI mit einem Anstieg um an die 150%. Ende 2016 notierte sie noch bei 28,90 CHF.

Am Montag nach Börsenschluss hatte AMS den Zahlenkranz für das zurückliegende zweite Quartal bekanntgegeben. Während sowohl die firmeneigenen Vorgaben als auch die Konsensschätzungen beim Umsatz übertroffen werden konnte, blieben der bereinigte EBIT und das Reinergebnis dahinter zurück.

Während die Erhöhung des mittelfristigen Wachstumsziels in Analystenkreisen begrüsst wird, sorgt insbesondere der vorsichtige Ausblick für das dritte Quartal für Gesprächsstoff. Es deute einiges auf Verzögerungen bei der Markteinführung des Jubiläums-Modells des Smartphones iPhone beim Grosskunden Apple hin, so lautet denn auch der Tenor.

Nach deutlichen Kursfortschritten und neuen Bestmarken in der ersten Handelsstunde berichten Händler von einer zunehmenden Abgabebereitschaft. Von Stopp-Loss-Verkäufen belastet tauchten die Aktien am späten Vormittag bei 67,90 CHF auf ein Tagestiefst, welches mehr als 12% unter den Tageshöchstständen lag.

Noch unklar ist Beobachtern zufolge, ob die in den kommenden Tagen zu erwartenden Gewinnschätzungs- und Kurszielerhöhungen den Aktien neuen Schub verleihen werden.

lb/rw

(AWP)