AMS-Aktien nahe am Allzeithoch

Die Aktien des Halbleiterherstellers AMS zählen am Mittwochvormittag einmal mehr zu den grössten Gewinnern an der Schweizer Börse. Sie notieren nur noch minimal unter ihrem Allzeithoch. Begründet wird dies unter anderem mit Hoffnungen auf gute Aufträge dank des nächsten iPhones.
05.04.2017 11:10

Bis um 10.45 Uhr legen die AMS-Valoren um 4,5% auf 58,50 CHF zu, kurz zuvor hatten sie bei 58,75 CHF ein Jahreshoch markiert. Dieses lag nur einen Wimpernschlag vom Allzeithoch entfernt: Jenes stammt vom 4. Juni 2015, als die Valoren intraday einen Wert von 59,05 CHF erreichten.

Die Analysten der Bank "Rahn+Bodmer" haben für die aktuelle Hausse eine Erklärung: Es gebe "vielversprechende Anhaltspunkte seitens asiatischer Zulieferer in Bezug auf die geplante iPhone-8-Produktion", schreiben sie in einem Kommentar. Apple sowie der Konkurrent Samsung sind bekanntermassen die mit Abstand wichtigsten Kunden des österreichischen Unternehmens, dessen Aktien an der Schweizer Börse gehandelt werden. Im vergangenen Jahr steuerten sie 25-30% zum Umsatz bei, wie das Management im Februar sagte. Im laufenden Jahr soll es mehr sein, hatte es damals ebenfalls geheissen.

Auch die Analysten von Baader Helvea verwiesen kürzlich in einer Studie auf einen "Hype" zu möglichen 3D-Funktionen des nächsten iPhones. Die Gesellschaft sei mit ihrer Expertise für optische Sensoren gut aufgestellt, um in den nächsten Jahren von einem Trend zu solchen Funktionen zu profitieren. Gleichwohl stufte der zuständige Analyst damals die Papiere nur mit 'Hold' ein - insbesondere wegen der aktuellen Bewertung.

Denn die AMS-Aktien zählen schon seit Wochen zu den Outperformern am Markt. Sie haben ihren Wert seit Anfang Jahr etwa verdoppelt. Ausgelöst wurde dieser Anstieg im Februar, nachdem das Management den erwarteten Umsatz 2017 der übernommenen Firma Heptagon auf 300 Mio USD beziffert hatte.

Experten weisen jedoch auch auf Risiken hin. So sei die Visibilität eher gering und die Ziele des Managements ambitioniert. Und nicht zuletzt erinnern sie Investoren an die relativ hohe Volatilität der Aktie: So vollführte sie nach dem Allzeithoch vor knapp drei Jahren eine rasante Talfahrt, die sie von gut 59 CHF auf unter 23 CHF führte. Ausgelöst wurde diese durch Meldungen, wonach ein Auftrag für Apple verloren gegangen sei.

rw/cp

(AWP)