AMS kann im Übernahmepoker um Osram mitmachen

Der an der Schweizer Börse kotierte Sensoren- und Chiphersteller AMS kann im Übernahmepoker um den deutschen Lampenhersteller Osram mitmachen. Osram hat den Weg für ein Übernahmeangebot des österreichischen Unternehmens freigemacht.
21.08.2019 20:55

Die Münchner hoben das bestehende Stillhalteabkommen mit AMS auf und unterschrieben eine Kooperationsvereinbarung, wie Osram am Mittwochabend in einem Communiqué mitteilte. In der Kooperationsvereinbarung seien Schutzzusagen für Mitarbeiter, Standorte und wesentliche Unternehmensteile enthalten.

Es sei Interesse der Aktionäre und weiteren Anspruchsgruppen von Osram, AMS die Veröffentlichung des Kaufangebots zu ermöglichen, schrieb Osram weiter. Das AMS-Angebot liege mit 38,50 Euro je Osram-Aktie um 10 Prozent höher als das noch laufende Angebot des Bieterkonsortiums bestehend aus Bain Capital und The Carlyle Group. Das Angebot von AMS bewerte Osram mit einem Unternehmenswert von rund 4,3 Milliarden Euro.

Die beiden US-Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle bieten lediglich 35 Euro je Aktie. An der Börse sorgten die Neuigkeiten für gute Laune. Der Aktienkurs von Osram legte auf der Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion um fast zwei Prozent zu.

jb/

(AWP)

 
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