Anglo American mit deutlich geringerer Kupferausbeute

Der Bergbaukonzern Anglo American hat im vierten Quartal deutlich weniger Kupfer produziert. Die Kupferausbeute habe sich im Schlussquartal im Jahresvergleich um 19 Prozent auf knapp 146 600 Tonnen verringert, teilte der britisch-südafrikanische Konzern am Donnerstag mit. Eine schwächere Qualität des Rohstoffs und harte Witterungsbedingungen in der Mine in Los Bronces in Chile bremsten. Die Diamantenproduktion unter De Beers legte um 10 Prozent zu. Ein Jahr zuvor war die Produktion wegen ungünstiger Handelsbedingungen gekappt worden. Die Platin- und Nickelproduktion erhöhte sich ebenfalls. Die Eisenerz-Förderung von Kumba legte um 9 Prozent zu. Die Minas-Rio-Produkton gar um 49 Prozent.
26.01.2017 09:28

Anglo befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Umbau. Das Unternehmen, das bislang zahlreiche verschiedene Rohstoffe förderte, will sich künftig auf seine Top-Produkte Diamanten, Platin und Kupfer konzentrieren. Trennen will sich der Konzern hingegen etwa von seinem Eisenerz- und Kohlegeschäft. Insgesamt stehen die Hälfte der Förderprojekte zur Disposition. Mit dem umfangreichen Verkaufsprozess verbindet Anglo auch das Ziel, seine Schulden deutlich zu senken. Der Konzern will am 21. Februar vorläufige Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr vorlegen.

Vor wenigen Tagen hatte der Konkurrent BHP Billiton seine Produktionszahlen vorgelegt. Der Konzern steigerte seine Eisenerzförderung im Schlussquartal um neun Prozent auf den Rekordwert von 60 Millionen Tonnen. Die Kupferproduktion ging aber um sieben Prozent zurück. Die Prognose für die Kupferproduktion wurde gekappt./jha/she/stb

(AWP)