AOC lehnt Stada-Vorschläge für Aufsichtsratsbesetzung überwiegend ab

LUXEMBURG/BAD VILBEL (awp international) - Der kritische Grossaktionär Active Ownership Capital (AOC) ist mit den Vorschlägen von Stada zur Neubesetzung des Aufsichtsrats überwiegend unzufrieden. Zwei von dem Arzneimittelhersteller vorgeschlagene Kandidaten lehnte der Investor in einer am Montagabend verbreiteten Mitteilung ab. Darüber hinaus will AOC auch zwei Kandidaten austauschen, die Stada im Aufsichtsrat belassen will. Lediglich zwei Kandidaten, die neu in das Gremium einziehen sollen, finden die Gnade des Grossaktionärs.
25.07.2016 20:33

Entgegen der Auffassung des Unternehmens ist AOC der Meinung, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Martin Abend nach sieben Jahren an der Spitze des Gremiums und insgesamt 13 Jahren Zugehörigkeit zum Kontrollorgan nicht mehr geeignet ist, den notwendigen Neuanfang der guten Unternehmensführung bei Stada zu leiten oder zu begleiten. Stattdessen soll der zuletzt als Manager des schweizerischen Pharmakonzerns Novartis tätige Eric Cornut in den Aufsichtsrat einziehen.

Ausserdem will AOC den Abgang des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Carl Fedinand Oetker erreichen. Hier soll stattdessen Ursula Schütze-Kreilkamp gewählt werden, die derzeit bei DB Mobility Logistics für Personalentwicklung zuständig ist. Im nachbörslichen Handel beim Broker Lang & Schwarz reagierten die Stada-Aktien kaum auf die Mitteilung von AOC./he/la

(AWP)