APG will auch künftig viel Dividende bezahlen - Umsatz 2016 gut gehalten

(Um weitere Details zum Jahresabschluss ergänzt) - Die APG SGA Gruppe hat ihren Umsatz im vergangenen Jahr gehalten. Die Gewinnzahlen sind dank einem ausserordentlichen Gewinn aus einem Immobilienverkauf markant gestiegen. Davon profitieren die Aktionäre in Form einer abermals erhöhten Dividende. Zudem soll die sehr aktionärsfreundliche Ausschüttungspolitik weitergeführt werden.
28.02.2017 08:55

Der Umsatz der Vermarkterin von Aussenwerbung nahm 2016 um 0,7% auf 315,4 Mio CHF zu. Der ausgewiesene EBIT verbesserte sich markant um 30% auf 88,8 Mio CHF. Darin enthalten ist ein Buchgewinn aus dem Verkauf einer Liegenschaft in Basel in Höhe von 22,6 Mio. Bereinigt um diese ausserordentliche Position hätte ein um 0,5% tieferer EBIT von 66,3 Mio resultiert. Die bereinigte EBIT-Marge nahm auf 20,9% von 21,5% ab. Unter dem Strich verblieb ein um 32% höherer Reingewinn von 70,5 Mio.

BUCHGEWINN AUS IMMOBILIENVERKAUF IN HÖHE VON 22,6 MIO

Mit den ausgewiesenen Zahlen hat die Werbevermarkterin die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Das Management bezeichnet das abgelaufene Jahr gemäss Medienmitteilung vom Dienstag denn auch als "sehr erfolgreich". Trotz verschiedener Vertragsverluste sei es gelungen, in einem höchst kompetitiven intra- und intermedialen Umfeld den Vorjahresumsatz zu übertreffen. Die Berichtsperiode sei zudem geprägt gewesen durch den weiteren Ausbau der digitalen Produktpalette sowie die Lancierung des Geschäftsbereichs Promotion, welcher exklusiv die Verteil- und Promotionsflächen in SBB Bahnhöfen vermarktet.

Auf der Kostenseite bleiben die Ausgaben für Konzessionen und Kommissionen die wichtigste Position. Diese nahm gegenüber dem Vorjahr um 1,0% auf knapp 142 Mio zu. Dank vielfältigen Prozessoptimierungen konnten die Personalkosten dagegen um 0,6% reduziert werden. Die Betriebs- und Verwaltungskosten stiegen wegen den Aufbaukosten für neue Geschäftsfelder um 1,2%.

HEIMMARKT IST IN ZWEITER JAHRESHÄLFTE WIEDER GEWACHSEN

Im Heimmarkt resultierte im Gesamtjahr ein minimes Umsatzplus von 0,4% auf 303,4 Mio CHF. Damit ist die Gruppe im zweiten Semester zum Wachstum zurückgekehrt, nachdem per Ende Juni noch ein Umsatzminus von 2,7% zu Buche stand. Als Gründe für das Wachstum nennt APG den kontinuierlichen Ausbau digitaler Angebote, eine aktive, segmentmarkenübergreifende Marktbearbeitung und die konsequente Ausrichtung des Verkaufs auf die spezifischen Bedürfnisse lokaler wie auch nationaler Werbetreibender. Alle Segmentmarken hätten zum Umsatzwachstum beigetragen, so APG weiter. Geholfen hat zudem auch die erstmalige Konsolidierung der per Ende Februar 2016 übernommenen AlpenPlakat.

AUSLANDGESCHÄFT IN SERBIEN ENTWICKELT SICH POSITIV

Im einzige verbliebenen Auslandsmarkt Serbien haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen 2016 verbessert. Die dortige APG-Tochter Alma Quattro konnte davon profitieren und steigerte den Umsatz um 10,7% auf knapp 12 Mio CHF. Dank Skaleneffekten und strukturellen Optimierungen seien zudem die Margen erheblich gesteigert worden.

Die Aktionäre sollen eine erneut höhere Dividende von insgesamt 24 CHF nach 23 CHF im Vorjahr erhalten. Gleichzeitig kündigte der Verwaltungsrat an, dass die sehr aktionärsfreundliche Dividendenpolitik weitergeführt wird. So soll die ordentliche Dividende auch in den kommenden zwei Geschäftsjahren jeweils durch eine Sonderdividende verdoppelt werden.

WEITERHIN HOHER CASHBESTAND

APG kann sich die grosszügige Politik weiterhin sehr gut leisten. Die flüssigen Mittel und Festgeldanlagen zusammen genommen betrugen zum Jahresende 126,8 Mio und liegen damit nur 12,2 Mio unter dem Vorjahresstand.

Mit Blick nach vorne verzichtet das APG-Management aufgrund der grossen Volatilität und der Tendenz zu immer kurzfristigeren Buchungen im Werbemarkt sowie hängiger Rekursverfahren bei Partnerverträgen auf eine konkrete Prognose zur Umsatzentwicklung in den kommenden Monaten.

gab/cf

(AWP)