Arbeitslosenquote in der Eurozone unverändert 9,5 Prozent

(Ausführliche Fassung) - In der Eurozone hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt im März nicht weiter entspannt. Die Arbeitslosenquote habe wie im Vormonat 9,5 Prozent betragen, teilte das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mit. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang auf 9,4 Prozent erwartet. Ein Jahr zuvor hatte die Arbeitslosenquote noch bei 10,2 Prozent gelegen. Im Vergleich der einzelnen Euro-Staaten gibt es nach wie vor starke Unterschiede, und die Jugendarbeitslosigkeit bleibt weiterhin hoch.
02.05.2017 12:03

Im März habe die Arbeitslosenquote damit unverändert auf dem niedrigsten Stand seit April 2009 gelegen, hiess es weiter in der Mitteilung. Die Zahl der Arbeitslosen fiel zum Vormonat geringfügig um 5000 auf 15,515 Millionen. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat sank die Arbeitslosenzahl im März um 991 000.

Nach wie vor bleiben die Unterschiede zwischen den Euroländern gross: Deutschland verzeichnete im März, nach europäischen Standards berechnet, mit 3,9 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote. Die höchste Quoten haben weiterhin Griechenland und Spanien. In Griechenland beziehen sich die aktuellen Zahlen auf Januar, als die Quote bei 23,5 Prozent lag. In Spanien lag die Quote im März bei 18,2 Prozent.

Die stärksten Rückgänge der Quote im Jahresvergleich verzeichnen Spanien und Portugal. In Portugal sank die Quote von 12,0 Prozent im Vorjahresmonat auf 9,8 Prozent im März, in Spanien fiel sie von 20,3 auf 18,2 Prozent.

Ein grosses Problem bleibt die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Im März waren im gemeinsamen Währungsraum laut Eurostat 2,727 Millionen Personen unter 25 Jahren ohne Arbeit. Die Quote habe 19,4 Prozent betragen. Allerdings zeigte sich auch bei der Jugendarbeitslosigkeit eine Verbesserung: Im Vergleich zum Vorjahresmonat sei die Zahl der jungen Menschen ohne Job um 268 000 gesunken, hiess es./jkr/bgf/stb

(AWP)