Arbeitslosenquote sinkt im März auf 3,4% - "Scheitelpunkt überschritten"

(Ergänzt um Aussagen von Direktion Arbeit im Seco) - Die Zahl der Arbeitslosen in der Schweiz ist im März 2017 gegenüber dem Vormonat leicht gesunken. Damit scheint der Scheitelpunkt der Arbeitslosigkeit nach Ansicht des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) überschritten.
07.04.2017 09:59

Ende Monat waren laut Mitteilung vom Freitag 152'280 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 7'529 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank damit auf 3,4%. Im Februar hatte sie bei 3,6% gelegen und im Januar bei 3,7%.

Der saisonbereinigte Wert stagnierte im März indes bei 3,3%. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 3'044 Personen oder um 2,0%.

Die positiven Tendenzen würden sich nun erhärten, und das Bild entspreche den Erwartungen, kommentierte Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit im Seco, die Daten am Freitag gegenüber AWP. Auch von der Nachrichtenagentur befragte Ökonomen hatten zuvor Werte von 3,4% bis 3,5% für die absolute sowie unisono 3,3% für die saisonbereinigte Zahl prognostiziert.

RÜCKGANG VON 1'000 ARBEITSLOSEN OHNE SAISONALEN EFFEKT

Von den rund 7'500 weniger Arbeitslosen, die eingeschrieben waren, seien 6'500 saisonal bedingt, so Zürcher weiter. Rund die Hälfte des Rückgangs entfalle zudem auf das Baugewerbe. Auch in der Industrie bilde sich die Arbeitslosigkeit deutlich zurück. Die "saisonal ausgesetzten" Kantone hätten zudem ebenfalls vom besseren Wetter profitiert, wie zum Beispiel der Kanton Wallis.

Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) verringerte sich im Berichtsmonat um 1'545 Personen (-8,1%) auf 17'563. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Rückgang von 7,1%.

In einer leichten Aufschwungphase, wie man sie derzeit sehe, würden immer erst die Jüngeren profitieren, erläuterte Zürcher. Ältere Arbeitnehmer folgten erst mit einer gewissen Verspätung, was in den nächsten Monaten sichtbar werden dürfte.

KURZARBEIT "UNAUFFÄLLIG"

Stellensuchende wurden im Berichtsmonat insgesamt 217'248 registriert, 6'379 weniger als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode sank diese Zahl damit um 939 Personen (-0,4%). Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich derweil um 90 auf 12'131.

Im Januar 2017 - neuere Zahlen dazu liegen nicht vor - waren 6'217 Personen von Kurzarbeit betroffen, rund 16% mehr als im Vormonat. Die Zahl der betroffenen Betriebe erhöhte sich um 66 auf 541 Einheiten, die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um fast 31% auf 356'691 Stunden zu. In der entsprechenden Vorjahresperiode waren 342'268 Ausfallstunden registriert worden, welche sich auf 5'676 Personen in 589 Betrieben verteilt hatten.

Die Kurzarbeit bewege sich nach wie vor auf sehr tiefem Niveau, sagte Zürcher dazu. Der Anstieg sei nicht als Trendwende zu interpretieren, es handle sich vielmehr um jeweils monatliche Schwankungen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat seien deutlich weniger Betriebe (-8,1%) betroffen gewesen.

Die Zahl der Personen, die im Verlauf des Januars ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung ausgeschöpft hatten, belief sich gemäss Seco indes auf 3'274.

ys/cp

(AWP)