Arbeitsniederlegungen bei Banken in Südwest-Deutschland

LUDWIGSBURG (awp international) - Im Ringen um eine bessere Bezahlung bei privaten und öffentlichen Banken startet die Gewerkschaft Verdi abermals eine Reihe von Warnstreiks. Am Mittwoch gab es Arbeitsniederlegungen bei zahlreichen Commerzbank-Filialen im Südwesten, etwa in Esslingen, Ulm und Friedrichshafen, wie die Gewerkschaft mitteilte. Bis Montag sollen weitere Ausstände folgen bei anderen Banken und Bausparkassen. Die Warnstreiks sollen den Druck erhöhen vor der für Dienstag geplanten vierten Verhandlungsrunde zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern in Wiesbaden, ein möglicher Tarifabschluss gälte bundesweit.
06.07.2016 11:54

Verdi fordert 4,9 Prozent mehr Geld für die Bankbeschäftigten bei einer Laufzeit von einem Jahr und begründet dies mit der guten Konjunktur. "Das Angebot der Arbeitgeber ist viel zu niedrig - das wäre ein Reallohnverlust", sagte Gewerkschaftssekretärin Ilka Ulrich. Die Arbeitgeberseite hat bisher nur eine Erhöhung von 2,8 Prozent in drei Stufen in 36 Monaten geboten und verweist auf die angespannte Situation in der Branche wegen der EZB-Niedrigzinspolitik und hoher Regulierungskosten durch EU-Vorgaben./wdw/DP/stb

(AWP)