Arbonia-Aktien nach Umsatzzahlen tiefer - Vortagesgewinne abgeschmolzen

Die Aktien des Bauausrüsters Arbonia reagieren mit Abgaben auf die am Morgen publizierten Umsatzzahlen und geben einen Teil der im Vorfeld verbuchten Aufschläge wieder ab. Ein Teil der Analysten sehen ihre Erwartungen nicht ganz erfüllt.
19.01.2017 10:25

Die Arbonia-Aktien notieren am Donnerstag um 10.10 Uhr 4,4% tiefer bei 17,40 CHF. Die Titel hatten am Vortag noch 5,5% gewonnen und bei 18,20 CHF den höchsten Stand seit rund zwei Jahren erreicht. Der Gesamtmarkt (SPI) verliert derweil 0,4%.

Die Umsatzzahlen werden von den Analysten unterschiedlich gewertet. Während Baader Helvea von soliden Zahlen im Rahmen der Erwartungen spricht, sehen die Analysten der ZKB und der Bank Vontobel ihre Erwartungen nicht ganz erfüllt.

In den Divisionen Gebäudesicherheit und -technologie sei der Umsatz etwas besser ausgefallen als erwartet, bei Gebäudehülle aufgrund der herausfordernden Marktbedingungen darunter, schreibt Vontobel. Der Analyst wertet es als positiv, dass das Management die Ergebnis-Guidance eines EBITDA von rund 65 Mio CHF bestätigt hat. Er erwartet mit der Veröffentlichung der finalen Zahlen Ende Februar ein Update zum Integrationsprozess von Looser und zum laufenden Veräusserungsprozess der Beschichtungs-Sparte. Die Bewertung Hold und das Kursziel 15 CHF werden nicht angepasst.

Die zweite Jahreshälfte habe sich bei Arbonia verhaltener entwickelt, als erwartet, heisst es bei der ZKB. Mit ein Grund dafür dürfte die Verlagerung der Produktionskapazitäten gewesen sein. Aufgrund der Vielzahl aufgegleister Massnahmen, wie der Verlagerung der Fensterproduktion nach Osteuropa und die Übernahmen der Unternehmen Looser, Koralle und Wertbau, befinde sich Arbonia inmitten einer Transformationsphase, die 2018 abgeschlossen werden soll. Die Bewertung lautet Marktgewichten.

Baader hält die Aktie von Arbonia weiterhin für eine überzeugende Turn-Around-Story und bekräftigt die Buy-Bewertung bei einem Kursziel von 20 CHF. Der Analyst rechnet in Zukunft mit steigenden Margen, nicht zuletzt aufgrund der Produktionsverlagerung in Niedriglohnländer.

yr/cf

(AWP)