ArcelorMittal will 570 Stellen in Luxemburg abbauen

Der weltweit grösste Stahlproduzent ArcelorMittal will in Luxemburg rund 570 Arbeitsplätze abbauen. Das Unternehmen begründete dies am Donnerstag mit erheblichen Einbrüchen in der europäischen Auto- und Bauindustrie im zweiten Quartal wegen der Corona-Pandemie. Zuletzt waren im Grossherzogtum, wo sich auch der Firmensitz des Konzerns befindet, rund 3900 Menschen beschäftigt. Für das gesamte Jahr erwartet der Stahlkocher einen Rückgang der Autoproduktion in Europa um 26 Prozent. Auch in der Bauindustrie seien nach einem Rückgang um 15 Prozent im zweiten Quartal "wenige Zeichen für einen Aufschwung" zu sehen.
10.09.2020 19:47

Der luxemburgische Wirtschaftsminister Franz Fayot sprach von einem "düsteren Moment in der Stahlgeschichte des Landes". Die Regierung habe viele Jahre der Stahlindustrie geholfen, wettbewerbsfähig zu bleiben. Man hoffe, dass auch das Unternehmen sich dem "Sozialmodell Luxemburgs" verpflichtet fühle und dauerhafte Garantien für seine Stahlstandorte in Luxemburg gebe. Der Konzern beschäftigt weltweit rund 190 000 Menschen./rtt/DP/jha

(AWP)