Arzneikonzern Stada will mittelfristig mit mehr Gewinn und Umsatz glänzen

BAD VILBEL (awp international) - Der Arzneimittelkonzern Stada will seine Anleger mit mittelfristigen Wachstumszielen bei Laune halten. Unter anderem durch Kostensenkungen will das Unternehmen den um Sondereffekte bereinigten Gewinn von zuletzt knapp 166 Millionen Euro auf 250 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2019 steigern. Der bereinigte Konzernumsatz soll von 2,1 Milliarden Euro auf 2,6 Milliarden Euro klettern, das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 389 Millionen Euro auf dann 510 Millionen. Das teilte der Vorstand um den neuen vorläufigen Vorstandsvorsitzenden Matthias Wiedenfels am Montag mit. Bei den Zahlen sind Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe ausgeklammert.
11.07.2016 13:54

Finanzvorstand Helmut Kraft sagte, zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sollten eine Reihe von Massnahmen umgesetzt werden. "Dazu gehört es, unerschlossene Umsatzpotenziale zu heben, die Marketingkosten zu optimieren und die Vertriebseffizienz zu steigern." Darüber hinaus sollen vor allem Herstellungs- und Verwaltungskosten gesenkt werden. Am Markt lag die Stada-Aktie knapp 2 Prozent im Plus.

Stada steht derzeit unter Druck, seit sich im Frühjahr der aktivistische Aktionär Active Ownership Capital (AOC) mit einem grösseren Anteilspaket in das Unternehmen eingekauft hat. AOC hat eine Diskussion über den Umbau des Aufsichtsrats durchgesetzt. In der vergangenen Woche hatte Stada dann eigene Vorschläge für den Umbau des Kontrollgremiums gemacht./men/fbr

(AWP)