Ascom schreibt wie erwartet rote Zahlen - Keine News zu "Network Testing"

Baar (awp) - Ascom hat im ersten Halbjahr weniger Umsatz erzielt und unter dem Strich wie angekündigt einen Verlust erlitten. Die Prognose für das Gesamtjahr bleibt bestehen. Keine Neuigkeiten gibt es zur Zukunft der Sparte "Network Testing".
17.08.2016 07:28

Der Umsatz nahm in den ersten sechs Monaten 2016 um gut 10% auf 181,3 Mio CHF ab, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA verringerte sich in der Folge auf 5,2 von 20,5 Mio CHF. Unter dem Strich schreibt das Technologieunternehmen einen Verlust von 5,6 Mio CHF, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 11,4 Mio CHF resultiert hatte. Die roten Zahlen sind keine Überraschung, hatte das Unternehmen doch bereits im Mai solche für das erste Semester in Aussicht gestellt.

Die Grössenordnung bleibt nun aber unter der durchschnittlichen Analystenschätzung zurück. Diese hatten im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem Minus von 3,4 Mio CHF gerechnet. Bei Umsatz und EBITDA wurden die Prognosen ebenfalls verfehlt: Die Experten hatten im Schnitt einen Umsatz von 189,0 Mio CHF und einen EBITDA von 7,9 Mio CHF erwartet.

Hauptgrund für den Umsatzrückgang und das schlechtere Ergebnis ist laut den Angaben das schleppende Geschäft in der Sparte "Network Testing", die auf Testsysteme für Mobilfunknetze spezialisiert ist. Der Umsatz brach um gut ein Drittel ein, und in der Folge resultierte ein EBITDA-Verlust von 7,9 Mio CHF. Die Hauptsparte "Wireless Solutions" (u.a. Kommunikationsgeräte für das Gesundheitswesen) zeigt hingegen eine flache Umsatzentwicklung, jedoch eine ebenfalls rückläufige Marge (10,0% nach 14,4%).

Zur Zukunft der Sparte "Network Testing", für die seit geraumer Zeit strategische Optionen geprüft werden, gibt es keine konkreten Neuigkeiten. In den vergangenen Monaten hätten intensive Gespräche mit strategischen Investoren und Finanzinvestoren stattgefunden, heisst es bloss. Diese Gespräche würden weitergeführt.

Im Ausblick zeigt sich das Unternehmen nach wie vor zuversichtlich, im zweiten Halbjahr in beiden Sparten bessere Ergebnisse zu erzielen. Im Healthcare-Bereich werde weiterhin mit einem zweistelligen Wachstum gerechnet. Das Gesamtergebnis werde jedoch durch Restrukturierungskosten in der Höhe von rund 10 Mio CHF belastet, heisst es weiter. Zudem wird betont, es würden keine grossen Akquisitionen geplant.

rw/ys

(AWP)