AstraZeneca erwartet Umsatz- und Gewinnrückgang

Der Pharmakonzern AstraZeneca stöhnt weiterhin unter schrumpfenden Erlösen seiner einstigen Verkaufsschlager. Weil neue Medikamente die fehlenden Einnahmen nicht schnell genug ausgleichen, rechnet das Management 2017 mit einem Umsatz- und Gewinnrückgang, wie der britisch-schwedische Konzern am Donnerstag mitteilte. Vor allem der ausgelaufene Patentschutz für den Blutfettsenker Crestor in den USA dürfte sich weiterhin negativ auswirken. Das laufende Jahr habe das Potenzial, ein Wendepunkt für das Unternehmen zu werden, sagte Vorstandschef Pascal Soriot. Die Phase auslaufender Patente nähere sich ihrem Ende. Gleichzeitig bringe AstraZeneca neue Medikamente auf den Markt.
02.02.2017 10:29

Ein Hoffnungsträger, das Herzmedikament Brilinta, spülte bereits im zurückliegenden Geschäftsjahr deutlich mehr Geld in die Kassen und brachte einen Erlös von 839 Millionen US-Dollar (784,2 Millionen Euro) ein. Insgesamt schrumpfte der Umsatz 2016 aber zum dritten Mal in Folge - diesmal um 7 Prozent auf 23 Milliarden Dollar. Schwankungen der Währungskurse herausgerechnet, betrug der Rückgang 5 Prozent und lag damit noch im Rahmen dessen, was der Vorstand 2016 angekündigt hatte. Der Kerngewinn je Aktie, bei dem einige Sondereffekte herausgerechnet sind, stieg leicht auf 4,31 Dollar. Unter dem Strich legte der Nettogewinn dank deutlich gesunkener Kosten um knapp ein Viertel auf 3,5 Milliarden Dollar zu./ees/stw/stb

(AWP)