AstraZeneca kämpft mit Konkurrenz - Kostensenkungen helfen

Dem Pharmakonzern Astrazeneca macht die Konkurrenz durch Nachahmermittel für seinen Blutfettsenker Crestor in den USA weiterhin schwer zu schaffen. Der britisch-schwedische Hersteller kommt jedoch bei seinen Kostensenkungen weiter voran und konnte daher die Erwartungen der Analysten übertreffen. Das Unternehmen setzt nun seine Hoffnungen auf zahlreiche neue Medikamente, insbesondere auf Arzneien aus der Onkologie wie das neue Lungenkrebsmittel Tagrisso, für das unter anderem in den USA Ende März die Zulassung erteilt wurde. Die Medikamentenpipeline liefere derzeit die erhofften Ergebnisse, sagte Konzernchef Pascal Soriot laut Mitteilung vom Donnerstag.
27.04.2017 09:28

Im ersten Quartal musste AstraZeneca aber deutliche Umsatzeinbussen hinnehmen. Die Erlöse gingen um 12 Prozent auf 5,405 Milliarden Dollar zurück, Währungskursschwankungen herausgerechnet betrug das Minus 10 Prozent. Hier machte sich insbesondere der Verlust der Exklusivität von Crestor in den Vereinigten Staaten bemerkbar, die Umsätze mit dem früheren Blockbuster brachen um 45 Prozent ein.

Der um einige Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie sank um 4 Prozent auf 0,99 Dollar, dies ist aber deutlich mehr als die von Analysten erwarteten 0,82 Dollar. Nach Einschätzung von Branchenbeobachtern dürfte die Wende für AstraZeneca zwar erst 2018 kommen, das Management setzt aber wegen der Forschung an einem Mittel zur Immuntherapie bei Lungenkrebs auf das laufende Jahr als entscheidenden Impulsgeber. Für 2017 hat der Konzern aber noch schrumpfende Umsätze und Gewinne in Aussicht gestellt./tav/stb

(AWP)