AstraZeneca mit erstem Umsatzanstieg seit sechs Quartalen dank Merck&Co-Deal

Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca hat dank seiner im Sommer gegründeten Kooperation mit dem US-Konzern Merck & Co seit langem mal wieder ein Umsatzwachstum verbuchen können. Von Juli bis September stiegen die Erlöse um mehr als 9 Prozent auf 6,23 Milliarden US-Dollar, wie der britisch-schwedische Konzern am Donnerstag mitteilte. Die Aktie stieg im frühen Handel knapp 2,5 Prozent.
09.11.2017 09:56

Die frische Kooperation mit Merck & Co brachte den Briten fast eine Milliarde Pfund an Erlösen. Bei der Entwicklung bestimmter Krebsmedikamente holt sich AstraZeneca nun Hilfe vom US-Pharmariesen Merck & Co. Mit dem Umsatz-Anstieg übertraf AstraZeneca die Erwartungen der Analysten. Die Kooperationen mit Merck & Co und anderen Pharma-Konzernen, wo es vor allem um Lizenzen und den Verkauf von Rechten an Medikamenten geht, steht aber auch in der Kritik. Investoren äusserten sich jüngst kritisch, da Umsatz auf Kosten von Gewinn erreicht wurde, der bei Dividendenzahlung eine Rolle spielt.

Insgesamt brachten diese Kooperationen AstraZeneca im dritten Quartal 1,35 Milliarden Dollar Umsatz. Damit kann AstraZeneca fallende Erlöse mit seinen Medikamenten auffangen, wie nach dem Patentablauf für seinen wichtigen Blockbuster, dem Blutfettsenker Crestor.

Der um einige Sondereffekte bereinigte Kerngewinn sank hingegen wegen hoher Sondergewinne im Vorjahr um 15 Prozent auf 1,12 Dollar je Aktie. Damit übertraf der Konzern dennoch aber die Schätzungen der von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Analysten. Mit Blick aufs Jahr ist AstraZeneca nun etwas optimistischer gestimmt: Der Gewinn je Aktie soll nun am unteren Ende der Bandbreite niedriges bis mittleres einstelliges Minus liegen./stk/jha/

(AWP)