Aufsichtsrat der Deutschen Börse stellt sich hinter Vorstandschef

Der Aufsichtsrat der Deutschen Börse hat dem wegen eines Aktiengeschäfts ins Visier der Staatsanwaltschaft geratenen Konzernchef den Rücken gestärkt. "Der Aufsichtsrat der Deutsche Börse AG spricht dem Vorstandsvorsitzenden Carsten Kengeter einstimmig sein volles Vertrauen aus", erklärte das Gremium am Dienstagmorgen in Frankfurt.
07.02.2017 08:17

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Insiderhandel gegen einen Verantwortlichen des Unternehmens waren vergangene Woche öffentlich geworden. Konkret geht es um den Erwerb von Deutsche-Börse-Anteilen im Wert von insgesamt 4,5 Millionen Euro durch Kengeter am 14. Dezember 2015. Zwei Monate später einigte sich der Frankfurter Börsenbetreiber mit der London Stock Exchange (LSEG) auf eine Fusion, danach stiegen die Aktienkurse beider Unternehmen deutlich.

Einer ausserordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats seien ausführliche Gespräche mit externen Sachverständigen sowie die erneute Analyse der Abläufe im Jahr 2015 vorausgegangen, erklärte der Aufsichtsrat. "Ergebnis der Prüfung war die übereinstimmende Erkenntnis, dass Fusionsverhandlungen mit der LSEG im Jahr 2015 nicht stattgefunden haben." Aufsichtsratschef Joachim Faber hatte die Vorwürfe bereits als "haltlos" zurückgewiesen./das/stb

(AWP)