Aurubis will sich breiter aufstellen - Ertragskraft soll erhöht werden

Der Kupferhersteller Aurubis will das Geschäft durch optimierte Strukturen und verbesserte Prozesse langfristig voranbringen. "Wir gehen den noch konsequenteren Weg vom Kupfer- zum Multi-Metallproduzenten und werden uns dazu breiter aufstellen", sagte der seit Juli amtierende Aurubis-Chef Jürgen Schachler am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Hamburg. Aurubis werde das Portfolio erweitern. Entweder durch den Ausbau bestehender Kapazitäten, oder auch Zukäufe.
02.03.2017 12:34

"Wir können besser werden, wenn es darum geht, dem Unternehmen eine klare Richtung und Führung zu geben", sagte Schachler bei der Vorstellung seiner Vision für Aurubis bis 2025. "Auf Basis heutiger Rahmenbedingungen wollen wir unser Ebitda bis zum Ende des Geschäftsjahres 2019/2020 durch interne Optimierungsmassnahmen von mehr als 200 Millionen Euro verbessern", kündigte Schachler an.

Im vergangenen Jahr lag der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bei 358 Millionen Euro. Vor diesem Hintergrund seien mehr als 200 Millionen "sehr ambitioniert, aber machbar", sagte Schachler. Erreicht werden solle das Ziel etwa durch eine bessere Anlagenausnutzung und eine höhere Effizienz bei der Instandhaltung. Betroffen seien alle Standorte im In- und Ausland.

"Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit unserer Vision 2025 und der daraus resultierenden Strategie den Wert des Unternehmens und dessen Performance nachhaltig steigern werden", sagte Schachler. Er strebt eine stärkere Harmonisierung von Prozessen im Konzern an, die häufig zu diversifiziert und oftmals zu lokal geprägt seien. Dabei gehe es auch um das aktive Vermeiden von Doppelarbeit. Aurubis setzt auf eine stärkere Koordinierung und Zentralisierung von Rollen mit klaren Verantwortlichkeiten. Auch die Organisationsstruktur werde Aurubis anpassen. Entscheidung und Umsetzung dürften bis Ende des laufenden Geschäftsjahres erfolgen.

Schachler bestätigte den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Der operative Gewinn dürfte "deutlich" zulegen. Das entspricht einer Steigerung um mehr als 10 Prozent. Der gut 150 Jahre alte Konzern, an dem der deutsche Stahlkonzern Salzgitter mit einem Anteil von 25 Prozent eine entscheidende Beteiligung hält, stellt mit mehr als 6400 Mitarbeitern reines Kupfer aus Kupfererz und Kupferschrott her und verarbeitet es weiter zu Blechen, Rohren und Kabeln für die Auto-, Elektro- und Bauindustrie./jha/zb

(AWP)