Ausstieg aus Afrika-Geschäft drückt Barclays in die roten Zahlen

Die britische Grossbank Barclays ist im zweiten Quartal wegen des Ausstiegs aus dem Afrika-Geschäft in die roten Zahlen gerutscht. Zudem belastete wieder einmal der alte Skandal um den Verkauf unnützer Kreditausfallversicherungen das Ergebnis. Unter dem Strich stand zwischen April und Ende Juni ein Minus von 1,4 Milliarden Pfund, wie das Institut am Freitag in London mitteilte. Der Verkauf von weiteren Anteilen der früheren Afrika-Tochter belastete dabei mit 1,6 Milliarden Pfund.
28.07.2017 08:40

Für den Verkauf von unnützen Restschuldversicherungen musste die Bank 700 Millionen Pfund zurücklegen. Der unter der Abkürzung PPI (Payment Protection Insurance) bekannte Skandal beschäftigt die britischen Banken schon seit langem. Abgesehen von den Einmaleffekten lief es für die Bank gut. Bereinigt um Sonderposten verdiente die Bank vor Steuern 1,4 Milliarden Pfund und damit etwas mehr als von Experten erwartet./zb/stb

(AWP)