Autobauer Toyota wird etwas zuversichtlicher - Wieder etwas schwächerer Yen

Der japanische Autobauer Toyota wird bei Umsatz und Gewinn für das laufende Jahr etwas optimistischer. Der VW-Rivale kämpft aber dennoch weiter mit deutlichen Rückgängen gegenüber dem Vorjahr. Wegen eines seit kurzem wieder schwächeren japanischen Yen und weil Toyota sich nun beim Verkauf von einigen Fahrzeugen mehr zutraut, dürfte der operative Gewinn im Geschäftsjahr (Ende März) nun rund 1,85 Billionen Yen (15,3 Mrd Euro) betragen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Vorher hatte Toyota 1,7 Milliarden angepeilt. Analysten rechneten aber ohnehin schon mit einem Ergebnis in Höhe von 2,05 Billionen Yen Ergebnis. Auch beim Nettogewinn und beim Umsatz erwarten die Japaner nun etwas mehr.
06.02.2017 10:11

Nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres steht beim Umsatz ein Minus von 6 Prozent auf 20,2 Billionen Yen (166,2 Mrd Euro), das operative Ergebnis lag mit 1,56 Billionen Yen knapp ein Drittel unter dem Vorjahr. Der Gewinn ging um fast ein Viertel auf 1,43 Billionen Yen zurück. Im Vergleich mit dem Vorjahr war der Yen im Verhältnis zum US-Dollar insgesamt deutlich stärker, aber auch die Kosten stiegen. Toyota ist in grossem Mass von seinen Exporten abhängig, von den Auslandserlösen bleibt bei einem stärkeren Yen weniger übrig. Erst seit Mitte November verlor der Yen im Verhältnis zum Dollar wieder deutlich an Wert.

Die Krone des weltgrössten Autobauers hatte Toyota nach fünf Jahren an der Spitze jüngst an den Dauerrivalen Volkswagen verloren. Im Kalenderjahr 2016 verkaufte Volkswagen weltweit inklusive Transportern, Lkws und Bussen 10,31 Millionen Fahrzeuge, Toyota kam auf 10,17 Millionen. Grund ist Volkswagens guter Lauf in China, der den Absatz trotz des Dieselskandals um fast vier Prozent wachsen liess. Toyota dagegen ist stark auf dem nordamerikanischen Markt vertreten, der auf hohem Niveau nur leicht wuchs und für den das Unternehmen in diesem Jahr mit einem Rückgang rechnet.

Bei der Rendite hat Toyota aber weiter klar die Nase vorn: Die operative Gewinnmarge lag in den ersten drei Geschäftsquartalen bei 7,7 Prozent. Von Januar bis Ende September betrug sie in den Autogeschäften des VW-Konzerns 5 Prozent./men/ees/fbr

(AWP)