Autobauer Volvo fasst Börsengang ins Auge

Der schwedische Autohersteller Volvo Cars nimmt nach seiner geglückten Sanierung den Aktienmarkt ins Visier. "Ein Börsengang ist eine Option", sagte Volvo-Vorstandschef Håkan Samuelsson dem "Manager Magazin" (Erscheinungstermin: 20. Januar). Noch gebe es aber keine Pläne. Entscheiden müsse dies der chinesische Eigentümer Geely.
20.01.2017 13:28

Volvo gehört seit 2010 der Geely Holding des chinesischen Milliardärs Li Shufu. Mit einer möglichen künftigen Börsennotierung will der Vorstand dem Bericht zufolge die Abhängigkeit von den Chinesen verringern. Bereits jetzt agiere Volvo innerhalb des Geely-Konzerns "komplett eigenständig, mit einem professionell besetzten Aufsichtsrat, wie wenn wir ein notiertes Unternehmen wären", sagte Samuelsson.

Volvos Konzernschwester, der von Li Shufu gegründete Billigautohersteller Geely, ist in Hongkong gelistet. Bei dem bereits börsennotierten Konzern Volvo Group handelt es sich hingegen um den vom dem schwedischen Pkw-Bauer seit langem getrennten Lkw- und Bushersteller Volvo .

Vergangenes Jahr gelang dem Pkw-Hersteller Volvo schon die Premiere am Kapitalmarkt: Der Autobauer brachte drei Anleihen über insgesamt 800 Millionen Euro an den Markt. Kurz vor Weihnachten wurden zudem erstmals seit der Übernahme durch Geely ein paar Prozent der Anteile als Vorzugsaktien bei drei institutionellen Investoren aus Schweden platziert. Damit wolle der Vorstand eine "breitere und differenziertere Finanzierung schaffen", sagte Samuelsson dem Magazin./stw/stb

(AWP)