Autovermieter Sixt mit erneutem Rekordjahr

Deutschlands grösster Autovermieter Sixt feiert zum vierten Mal in Folge ein Rekordjahr. "Unser Motor läuft auf vollen Touren", sagte Firmenchef Erich Sixt am Mittwoch in München. Vor allem im Ausland - und besonders in den USA - gehe das Geschäft weiter sehr gut: Der Auslandsanteil der Vermietungserlöse liege bei 53 Prozent. "Unsere Station am Flughafen Miami ist unsere grösste Flughafen-Station im gesamten Unternehmen", sagte Sixt.
15.03.2017 13:20

Der Konzernumsatz stieg 2016 um 10,7 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Mit einem Ergebnis vor Steuern von 218,3 Millionen Euro konnte Sixt erstmals in der Unternehmensgeschichte die 200-Millionen-Marke übertreffen. Der Gewinn lag unterm Strich bei 156,6 Millionen Euro - und damit fast 18 Prozent über dem des Vorjahres. Auch die Aktionäre können sich freuen: Das Unternehmen plant eine Dividende von 1,65 Euro je Stammaktie - auch das ein Rekordwert für Sixt.

Für Verwirrung sorgen Berichte über Fusionspläne von BMW und Daimler beim Carsharing. "Ich kann mir nicht vorstellen, wie eine solche Zusammenarbeit aussehen soll", sagte Sixt. Der Autovermieter ist Carsharing-Partner von BMW und zu 50 Prozent an dessen Angebot DriveNow beteiligt. "Wir gehen davon aus, dass wir mit DriveNow ein Juwel aufbauen." Daher müsse BMW ein Kaufangebot machen, falls eine solche Fusion umgesetzt werde. Ob es zu diesem Thema Gespräche mit dem BMW-Vorstandsvorsitzenden Harald Krüger gegeben habe, wollte Sixt nicht beantworten.

Für das laufende Jahr rechnet Sixt mit weiterem Wachstum. Vor allem in Italien soll das Geschäft angekurbelt werden, da der Autovermieter von einer Verlagerung der Tourismusmärkte weg von Zielen wie der Türkei hin zu Italien und Spanien ausgeht. Einbrüche in Amerika durch die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten verzeichnet Sixt nicht: "In den ersten beiden Monaten 2017 hatten wir in den USA einen zweistelligen Zuwachs. Wir leben dort nicht von Ausländern, sondern von vielen amerikanischen Kunden."/nif/DP/jha

(AWP)