Axa-Gewinn bricht wegen hoher Corona-Belastung ein

Der französische Versicherer Axa hat im ersten Halbjahr wegen hoher coronabedinger Sonderkosten wie erwartet einen deutlichen Gewinnrückgang erlitten. Der Überschuss sank um 39 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro, wie der Allianz-Konkurrent am Donnerstag in Paris mitteilte.
06.08.2020 09:02

Der Gewinnrückgang war auf den Rückgang der Prämien um zehn Prozent auf knapp 53 Milliarden Euro sowie auf die Corona-Sonderbelastung von 1,5 Milliarden Euro zurückzuführen. Diese fielen zum Beispiel für Zahlungen an Kunden beim Ausfall von Grossveranstaltungen oder der Schliessung von Betrieben an.

Der Konzern hatte bereits Anfang Juni mitgeteilt, dass es im ersten Halbjahr zu einer Belastung in dieser Höhe kommen wird. Finanzvorstand Etienne Bouas-Laurant bezeichnete diesen Wert als derzeit bestmögliche Schätzung. Es könne aber durchaus zu weiteren Belastungen kommen. Da die Corona-Pandemie bereits im ersten Halbjahr voll auf die Ergebnisse durchschlug, strich das Management seine Ziele für den Gewinn je Aktie und die Kapitalrendite in diesem Jahr.

Zudem werde es in diesem Jahr keine Dividendenzahlung an die Aktionäre mehr geben, um das Geld im Haus zu halten. Damit folgt der Versicherer der Empfehlung der Aufsichtsbehörden. Dies könnte die im EuroStoxx 50 notierte Aktie weiter belasten. Das Papier hat im laufenden Jahr bereits knapp 30 Prozent an Wert verloren und damit deutlich mehr als etwa die Anteile der Allianz oder der Eurozonen-Auswahlindex./zb/stw/jha/

(AWP)

 
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