Axa Winterthur nimmt Drive Recorder-Produkt vom Markt

Winterthur (awp) - Die Axa Winterthur stellt in der Motorfahrzeugversicherung das Angebot mit Drive Recordern per Ende 2016 ein. Das Telematik-Angebot, das sich mit günstigeren Tarifen an Junglenker richtete, sei bei der Zielgruppe zwar gut angekommen, habe aber die hohen Qualitätsstandards der Axa nicht erfüllt, begründet der Versicherer den Rückzug in der Mitteilung vom Donnerstag. Die davon betroffenen Kunden sollen aber weiterhin von der gewährten Prämienreduktion profitieren.
01.12.2016 14:40

Axa Winterthur habe den Drive Recorder vor knapp zwei Jahren lanciert, mit dem Ziel, auf diesem Gebiet Erfahrungen zu sammeln und jungen Kunden Anreize zum sicheren Fahren zu schaffen, heisst es weiter. Dabei zeichnet der im Auto eingebaute Drive Recorder das Fahrverhalten der Junglenker auf.

Im täglichen Einsatz dieser Technologie sei man jedoch auf technische Herausforderungen gestossen. So hätten die Vielfalt und die Weiterentwicklung der Fahrzeugtypen dazu geführt, dass das Aufzeichnungsgerät sehr unterschiedlichen und sich ständig ändernden Anforderungen gerecht werden musste. Auch habe sich das Gerät als zu wenig robust erwiesen, wodurch Fahrdaten in einzelnen Fällen nicht korrekt aufgezeichnet wurden.

Nichtsdestotrotz sei Axa Winterthur weiterhin vom Potenzial von Telematik-Lösungen überzeugt. Der 2008 lancierte Crash Recorder etwa, der im Gegensatz zum Drive Recorder lediglich bei einem Unfall Daten aufzeichnet, sei von der Einstellung nicht betroffen. Mittlerweile verfügten rund 40'000 Kundinnen und Kunden, hauptsächlich im Alterssegment bis 25 Jahre, über einen Crash Recorder.

mk/cp

(AWP)