Axpo-AKW Leibstadt bleibt noch länger vom Netz

Das Kernkraftwerk Leibstadt bleibt noch länger vom Netz als zuletzt geplant. Der Ausfall war auf der sogenannten Transparency-Seite der European Energy Exchange (EEX) mit Sitz in Leipzig eigentlich bis 15. Februar 2017 gemeldet gewesen. Allerdings liege die Freigabe des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI) noch nicht vor, sagte eine Sprecherin des Kernkraftwerks am Dienstag zu AWP und bestätigte damit einen Bericht des "Tages-Anzeiger".
14.02.2017 16:09

Neu hat der Betreiber einen Ausfall zunächst bis zum kommenden Freitag gemeldet. Man wisse derzeit nicht, wann das ENSI die Genehmigung zum Wiederanfahren erteile. Das Unternehmen werde ad hoc entscheiden, das Datum allenfalls erneut zu verschieben. Das Anfahren des Reaktors bis auf Volllast kann im Grossen und Ganzen bis zu zwei Tage dauern.

Das ENSI habe dem Kernkraftwerk Leibstadt noch keine Freigabe zum Wiederanfahren erteilt, da die Detailprüfung der eingereichten Unterlagen noch laufe, hiess es auch von der Aufsichtsbehörde am Dienstag gegenüber AWP. Wenn eine Freigabe - allenfalls mit Auflagen - erteilt werde, werde wie üblich aktiv informiert. Einen möglichen Termin könne er keinen nennen, so ein ENSI-Sprecher.

Der jüngste und leistungsstärkste Meiler der Schweiz speist seit Anfang August nicht mehr ins Stromnetz ein. Während der - eigentlich für vier Wochen geplanten - Jahresrevision waren Unregelmässigkeiten an Brennelementen festgellt worden.

Leibstadt gehört zu 39,1% dem Energiekonzern Axpo, zusätzlich hält die Axpo-Tochter CKW (Axpo hält 81% an CKW) noch 13,6%. Alpiq ist zu 32,4% an Leibstadt beteiligt. Jeder Tag ausserplanmässiger Ausfall des Meilers kostet Axpo 0,5 Mio CHF.

ys/cf

(AWP)