Axpo streicht Investitionen von 50 Mio CHF in den Kantonen Thurgau und St.Gallen

Der Energiekonzern Axpo verzichtet auf Investitionen im Umfang von 50 Mio CHF für Netzprojekte in den Kantonen Thurgau und St.Gallen. Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen zur Lastentwicklung im Verteilnetz komme es zu den entsprechenden Anpassungen, teilt das Unternehmen am Mittwoch mit. Dies wirke sich "positiv auf die zukünftigen Netztarife" für Axpo-Kunden in der Nordostschweiz aus.
19.07.2017 11:42

Das Energiegesetz des Bundes stelle neue Anforderungen an die Stromnetze, so die Axpo weiter. Daher sei damit zu rechnen, dass die dezentrale Stromproduktion zunehmen werde und die Lastentwicklung im überregionalen Netz weniger stark ausfalle als angenommen. Darum passe der Stromproduzent die Netzprojekte in den Kantonen St. Gallen und Thurgau an. Konkret verzichtet die Axpo im Kanton St.Gallen auf die geplante Spannungsumstellung auf 110 kV entlang des Walensees. Die Leitung werde mit 50 kV weiterbetrieben, heisst es.

Zudem werde die 50-kV-Leitungsverbindung zwischen Gossau und Wattwil sowie zwischen Bazenheid und Oberuzwil im Kanton St.Gallen künftig nicht mehr benötigt. Auch die 50-kV-Leitung Hasli-Schlattingen werde zurückgebaut und auf den Bau einer 110-kV-Leitung verzichtet. Weiter reduziert die Axpo in der Nordostschweiz die Anzahl der Grosstransformatoren um drei Einheiten.

Der Energieproduzent betont, dass die Versorgungssicherheit in den betroffenen Regionen nicht falle. Konkrete Zahlen zu allfälligen Tarifanpassungen nennt die Axpo nicht.

sta/rw

(AWP)