Axpo verkauft vier Windparks an deutschen Investor

(Meldung mit Angaben des Firmensprechers ergänzt)
22.06.2016 12:15

Zürich (awp/sda) - Der Energiekonzern Axpo hat mit der Chorus Clean Energy AG eine Vereinbarung für den Verkauf von vier Windparks in Frankreich abgeschlossen. Die Verkauf ist Teil der neuen Unternehmensstrategie, höhere Erträge aus dem Geschäft mit erneuerbaren Energien zu realisieren.

Chorus Clean Energy aus Deutschland zahlt für die vier Windparks rund 120 Mio EUR, wie die Axpo am Mittwoch mitteilte. Alle vier Anlagen mit insgesamt 22 Windturbinen befinden sich in der Region Poitou-Charentes im Westen Frankreichs unweit der Atlantikküste. Axpo wird die Anlagen auch nach dem Verkauf weiter betreiben. Die Vertragspartner haben eine entsprechende Vereinbarung über zehn Jahre abgeschlossen.

Die Windparks haben den Angaben zufolge eine installierte Gesamtleistung von 62,2 Megawatt (MW). Die zwei kleineren der vier Windparks leisten mit 8 Windturbinen 16 MW und sind bereits seit 2015 am Netz; die Inbetriebnahme der beiden grösseren Parks mit insgesamt 46,2 MW und 14 Turbinen wird im Laufe des dritten Quartals 2016 stattfinden. Sie sollen in ihrem ersten vollen Betriebsjahr insgesamt rund 148 Gigawattstunden (GWh) Strom produzieren und den jährlichen Konsum von rund 30'000 Haushalten abdecken.

KEIN NOTVERKAUF

Mit dem Verkauf setzt die Axpo gemäss der Mitteilung ihre Strategie im Bereich der erneuerbaren Energie um. Das Unternehmen habe sich zum Ziel gesetzt, eine höhere Wertschöpfung aus dem Geschäft mit erneuerbaren Energien zu realisieren, heisst es im Communiqué.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Axpo vor einem Jahr den deutschen Windparkentwickler und -betreiber Volkswind GmbH erworben, dem die jetzt veräusserten vier Windparks in Frankreich gehören. Die Axpo begründete damals die Übernahme mit dem damit möglichen Einstieg des Energiekonzerns in den Bau und Entwicklung von Windanlagen in Deutschland und Frankreich. Von einem möglichen Verkauf der insgesamt 31 Anlagen der Volskwind GmbH dagegen war damals nicht die Rede.

Dennoch ist es gemäss Axpo-Sprecher Tobias Kistner weder ein Notverkauf, um den Kassenstand der Axpo zu verbessern, noch ein Bruch mit der angekündigten Strategie. "Wir haben Volkswind gekauft, um verschiedene Optionen im Geschäft mit Windenergie zu haben", sagte er auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Dazu gehörten neben der Betriebsführung, der Entwicklung und dem Bau von Windparks auch der Verkauf einzelner Anlagen.

Der jetzige Verkauf heisst gemäss Kistner jedoch nicht, dass jetzt auch die anderen 27 Volkswind-Anlagen veräussert werden sollen. Ein Verkauf sei zwar eine Möglichkeit. Die Axpo halte sich jedoch auch bei diesen Anlagen sämtliche Optionen offen.

mk

(AWP)