BAE Systems mit Rekordaufträgen - Eurofighter-Geschäft mit Saudi-Arabien bedroht

Der britische Luftfahrt- und Rüstungskonzern BAE Systems hat das Jahr 2018 mit einem dicken Auftragsbuch und mehr Gewinn abgeschlossen. "Der Auftragsbestand im Rüstungsgeschäft ist jetzt auf Rekordhöhe", sagte BAE-Chef Charles Woodburn am Donnerstag bei der Vorlage der vorläufigen Jahreszahlen in London. Dank Neubestellungen von Fregatten für Kanada und Australien, U-Booten für Grossbritannien und gepanzerten Fahrzeugen für die USA wuchs das Orderbuch um fast 10 Milliarden auf 48,4 Milliarden britische Pfund (55,7 Mrd Euro).
21.02.2019 09:23

Der Umsatz des Konzerns ging allerdings um zwei Prozent auf 16,8 Milliarden Pfund zurück. Der Überschuss legte auch dank geringerer Abschreibungen um mehr als ein Fünftel auf 1,03 Milliarden Pfund zu. Den Anteilseignern winkt eine von 21,8 auf 22,2 Pence je Aktie erhöhte Dividende.

Fürchten muss BAE möglicherweise um einen bereits angeleierten Auftrag aus Saudi-Arabien für 48 Kampfjets vom Typ Eurofighter. Denn die deutsche Bundesregierung hat nach dem Mord an dem regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul die Rüstungsexport-Genehmigungen für Saudi-Arabien ausgesetzt. Der Eurofighter ist ein Gemeinschaftsprodukt von BAE, Airbus und dem italienischen Hersteller Leonardo . Die Eurofighter-Gesellschaft sitzt in Hallbergmoos bei München. Die Aktien fielen im frühen Londoner Handel deutlich./tav/mis

(AWP)