Bahntransport hilft Hafenkonzern HHLA bei sinkendem Containerumschlag

HAMBURG (awp international) - Die stärkere Ausrichtung auf den Bahntransport hilft dem Hafenkonzern HHLA über die Schwäche im Kerngeschäft hinweg. Durch das zusätzliche Standbein sei es im ersten Halbjahr erneut gelungen, die schwache Entwicklung beim Containerumschlag zu kompensieren, sagte Vorstandschef Klaus-Dieter Peters am Donnerstag in Hamburg. An der Börse kamen die Nachrichten jedoch nicht gut an. Die HHLA-Aktie verlor bis zur Mittagszeit 1,28 Prozent an Wert und gehörte damit zu den schwächsten Werten im SDax .
11.08.2016 12:42

Dennoch ging der Umsatz im börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik im Jahresvergleich um 2,1 Prozent auf rund 558 Millionen Euro zurück. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel um ein Fünftel auf etwa 59 Millionen Euro. Ohne einmalige Umstrukturierungskosten von 15 Millionen Euro hätte das Ergebnis fast so hoch gelegen wie ein Jahr zuvor. Unter dem Strich brach der Gewinn sogar um 36 Prozent auf 21,3 Millionen Euro ein.

Im Hauptgeschäftsfeld zogen die rückläufigen Containermengen Rückgänge bei Umsatz und Betriebsergebnis nach sich. Die Umschlagsmenge sank um 5,7 Prozent auf 3,2 Millionen Standardcontainer (TEU). Die Erlöse gaben um 4,4 Prozent auf 337 Millionen Euro nach, das Betriebsergebnis ging um 5,9 Prozent zurück. Die HHLA begründete die Rückgänge unter anderem mit schwachen Wachstumsimpulsen im Welthandel.

Der Containertransport per Lastwagen und Bahn stellte den Containerumschlag am Hafen jedoch in den Schatten. Hier gab es im ersten Halbjahr ein Plus von 6,2 Prozent auf 694 000 Standardcontainer. Das führte in diesem Geschäftsbereich zu einem um 5,5 Prozent auf 191 Millionen Euro gestiegenen Umsatz. Das Betriebsergebnis legte sogar um ein Viertel zu.

Die HHLA bringt nicht nur Container zum Hamburger Hafen oder transportiert sie von hier per Bahn ab. Sie fährt auch reinen Landverkehr in Richtung Mittel-, Ost- und Südosteuropa./akp/DP/stw/zb

(AWP)