Bâloise-Aktien legen zu - Aktienrückkaufprogramm treibt an

Zürich (awp) - Die Bâloise-Aktien haben den Handel am Mittwoch, am Tag des Investorentreffens, mit festeren Kursen aufgenommen. Der Versicherer hat angekündigt, in den kommenden fünf Jahren mit neuen digitalen Angeboten viele Kunden dazugewinnen zu wollen und verspricht den Aktionären weiterhin attraktive Dividendenzahlungen sowie den Rückkauf eigener Aktien. Insbesondere die aktionärsfreundlichen Massnahmen stossen an der Börse auf Wohlwollen.
26.10.2016 09:31

Bis um 09.25 Uhr gewinnen die Bâloise-Titel 1,5% auf 121,20 CHF dazu, während der Gesamtmarkt (SPI) um 0,27% nachgibt.

In der im Vorfeld des Investorentags kommunizierten Mitteilung habe die Bâloise zwar keine wesentlichen Veränderungen an den Finanzzielen vorgenommen, umso überraschender sei dagegen die Ankündigung des Aktienrückkaufs gekommen, meinen Analysten. Daniel Bischof von Baader Helvea schreibt dazu von einer "positiven Überraschung", da am Markt zu diesem Zeitpunkt eigentlich niemand mit einem neuen Aktienrückkauf gerechnet habe.

Weiter habe sich die Bâloise im Kapitalmanagement das ambitiöse Ziel gesetzt, bis 2021 Barmittel in Höhe von 2 Mrd CHF in die Holding fliessen zu lassen, meint Stefan Schürmann von der Bank Vontobel. Bâloise werde so zu einer "grossartigen Dividendenaktie". Die Bilanz bleibe gesund und die neuen digitalen Initiativen im operativen Geschäft seien vielversprechend, so der Vontobel-Analyst weiter.

Auch Georg Marti von der ZKB wertet die heutigen Ankündigungen als "insgesamt positiv". Dabei errechne sich mit den bisher als Dividende ausbezahlten 5,00 CHF pro Aktie eine jährliche Dividendensumme von rund 250 Mio und der Aktienrückkauf würde beim jetzigen Kurs rund 120 Mio ausmachen. Auf fünf Jahre hinaus gerechnet, stünden mit diesen Annahmen der Gruppe damit rund 630 Mio für Investitionen zur Verfügung, die voraussichtlich vor allem für die Digitalisierung eingesetzt würden, rechnet Marti vor.

Ein weiteres Ziel betreffe das Asset-Management, wo die Bâloise das Geschäft mit Dritten ausbauen wolle (v.a. für Pensionskassen), so der ZKB-Analyst weiter. Hier sollen bis 2021 mindestens 5 Mrd CHF an zusätzlichen Geldmitteln beschafft werden. Mit dieser Stossrichtung verfolge Bâloise eine ähnliche Strategie wie die Swiss Life, die ebenfalls stark auf das Asset Management für Dritte setze.

mk/cp

(AWP)