Bâloise mit Abgang von Finanzchef German Egloff und Investmentchef Martin Wenk

(Ausführliche Fassung ergänzt um mehr Details, Aktienkurs und Analystenkommentare)
13.10.2016 09:51

Basel (awp) - Beim Versicherer Bâloise kommt es zu zwei Abgängen in der Konzernleitung: CFO German Egloff und Head Asset Management Martin Wenk hätten sich entschieden, im Verlauf des nächsten Jahres zurückzutreten, heisst es in einer Mittteilung vom Donnerstag. Zur Sicherstellung einer geregelten Nachfolge der noch offenen Ämter sei der aus Altergründen erfolgte Rücktritt per Ende April 2017 vereinbart worden. Beide würden danach für ausgewählte Aufgaben weiterhin zur Verfügung stehen.

Egloff verantwortete seit seinem Antritt bei Bâloise Ende 2004 den Bereich Finanzen. Er sei massgeblich dafür verantwortlich, dass das Unternehmen seit Jahren über ein solides und verlässliches Kapitalmanagement verfügt, heisst es. Wenk war den Angaben nach fast 25 Jahre lang für das Unternehmen tätig, 15 davon als Leiter des Konzernbereiches Asset Management und Mitglied der Konzernleitung. Er habe das Asset Management zu einem "verlässlichen und bedeutenden Beitragslieferanten der Holding" gemacht, lässt sich CEO Gert De Winter in der Mitteilung zitieren.

An der Börse verlieren Bâloise-Aktien im frühen Handel in einem schwächeren Gesamtmarkt. Gegen 9.45 Uhr geben sie 1,1% auf 118,30 CHF ab, während der SPI 0,8% im Minus steht.

Die ZKB schreibt in einem ersten Kommentar, German Egloff sei unter Investoren ein hoch angesehener Finanzchef aufgrund seiner offenen und verlässlichen Kommunikation. Der Wegfall der beiden Spitzenmanager käme aber nicht ganz überraschend, da ein Abgang mit knapp 60 Jahren "in der heutigen Zeit ein normales Alter für Rücktritte" sei. Es sei positiv, dass beide Manager dem Versicherungskonzern weiterhin zur Verfügung stünden. Aus Sicht der Investoren seien die Abgänge aber als negativ zu werten.

Die Bank Vontobel sieht zudem eine Chance zur Restrukturierung der Konzernleitung unter dem unlängst angetretenen CEO De Winter. Obwohl die Abgänge früher als erwartet kämen, erlaube der geordnete Rücktritt eine nachhaltige Umbildung der Konzernleitung.

sta/ys

(AWP)