Bâloise steigert das Geschäftsvolumen - Unit-Linked-Geschäft legt stark zu

(Meldung mit weiteren Angaben ausgebaut)
15.11.2016 08:40

Basel (awp) - Die Bâloise hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 an Volumen gewonnen, was vor allem dem starken Wachstum im Geschäft mit fondsgebundenen Lebensversicherungen zuzuschreiben ist. In Zeiten tiefer Zinsen schichten auch die Basler Teile des traditionellen Lebengeschäfts in den Verkauf von Unit-Linked-Produkten um und übertragen so die Anlagerisiken teilweise an die Kunden. Ein moderates Wachstum erreichte die Bâloise derweil im Nichtlebengeschäft.

In den Monaten Januar bis September ist das Volumen der Bâloise um 2,7% auf 7,23 Mrd CHF angestiegen, wie die Versicherungsgruppe am Dienstag mitteilte. Damit liegt das Geschäftsvolumen zum Teil deutlich über den Vorgaben der Analysten. Gewinnzahlen werden keine publiziert.

Die sogenannten Prämien mit Anlagecharakter haben dank den Umschichtungen im Business-Mix um knapp 27% auf 1,65 Mrd zugelegt. Ein "sehr erfreuliches Wachstum" sei dabei in den Märkten Belgien (+24% auf 333 Mio CHF) und Luxemburg (+41% auf 1,08 Mrd) erreicht worden, heisst es weiter. Demgegenüber nahmen diese Prämien in der Schweiz um knapp 30% auf 84,1 Mio ab. Im Vorjahr habe man mit einem Tranchenprodukt deutlich mehr Volumen generiert, lautet da die Begründung.

TRADITIONELLES LEBENGESCHÄFT UNTER DRUCK

Im Zuge der Umschichtung von traditionellen Lebensversicherungen hin zu modernen, weniger kapitalbindenden Produkten reduzierte sich das Volumen im angestammten Lebengeschäft um 6,8% auf 2,92 Mrd. Die Bâloise liess etwa am Heimmarkt in der beruflichen Vorsorge beim Zeichnen von Vollversicherungen Vorsicht walten. Gleichzeitig verkleinerte sie in Deutschland im traditionellen Lebengeschäft die Bestände ausserhalb der von der Gruppe definierten Zielsegmente.

In der Nichtlebenversicherung nahm das Geschäftsvolumen dagegen um 2,1% auf 2,67 Mrd CHF zu. Der Grund dafür sei das überdurchschnittliche Wachstum in Belgien (+6,2% auf 723 Mio) und Luxemburg (+9,3% auf 94,5 Mio), so die Bâloise. In Belgien wuchs die Gruppe im Transportgeschäft deutlich und in Luxemburg trugen die jüngsten Akquisitionen zum Wachstum bei. In der Schweiz blieb das Volumen aufgrund der zurückhaltenden Zeichnungspolitik mit 1,23 Mrd CHF (-0,2%) leicht unter Vorjahr, in Deutschland wuchs die Nichtlebenversicherung um 1,1% auf 620 Mio.

ZIELE BESTÄTIGT

Wenig überraschend bekräftigt das Management die am Investorentag von Ende Oktober genannten Geschäftsziele. Die Gruppe peilt eine Eigenkapitalrendite im Bereich von 8 bis 12% an und will eine Combined Ratio von 90 bis 95% erreichen. Im ersten Halbjahr lag der Schaden-Kostensatz bei 92,5%, und sofern das Schadenumfeld bis zum Jahresende "günstig" bleibe, werde diese "ausgezeichnete Quote" auch im Gesamtjahr erreicht, verspricht der Versicherer.

Sowieso blicke die Bâloise mit Zuversicht auf den Abschluss des Geschäftsjahrs 2016 und befinde sich in voller Fahrt zur neuen strategischen Phase ab 2017, heisst es in der Mitteilung weiter. Bis 2021 sollen 1 Mio Kunden dazugewonnen und 2 Mrd CHF an Barmittel in die Holding zurückgeführt werden; dies zugunsten der Unternehmensweiterentwicklung sowie zur Weiterführung einer attraktiven Aktionärspolitik.

Weiter wurde die per 17. November 2016 fällige Wandelanleihe von über 242,5 Mio CHF teilweise gewandelt. Der verbleibende Refinanzierungsbedarf werde durch eigene Mittel sichergestellt, schreibt die Bâloise. Die Holding habe dabei den meldepflichtigen Schwellenwert von 5% mit den eigenen Aktien am 14. November unterschritten.

mk/ra

(AWP)