Bank CIC mit Gewinnrückgang im ersten Halbjahr

Die Bank CIC (Schweiz) hat im ersten Halbjahr den Geschäftserfolg erneut steigern können. Wegen der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung erhöht die Tochtergesellschaft der französischen Gruppe Crédit Mutuel aber die Reserven für allgemeine Bankrisiken, so dass unter dem Strich ein Gewinnrückgang resultiert. Für den weiteren Jahresverlauf erwartet das Institut eine solide Geschäftsentwicklung.
28.07.2020 10:40

Der Geschäftserfolg stieg in den ersten sechs Monaten 2020 um 21,5 Prozent auf 25,3 Millionen Franken, wie CIC am Dienstag mitteilt. Dies sei unter anderem der Akquisition von Nettoneugeldern und der Zunahme der Ausleihungen zu verdanken. Zudem hätten die Margen gehalten und im Wertschriften- und Handelsbereich sogar gesteigert werden können.

Zurzeit seien auch dank der staatlichen Massnahmen zwar keine negativen Entwicklungen im Kreditbereich auszumachen, hiess es weiter. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung sei aber von Unsicherheiten geprägt. Daher habe die Bank beschlossen, die Reserven für allgemeine Bankrisiken auf 56 Millionen Franken zu erhöhen. Daher reduziere sich der Halbjahresgewinn gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent auf 15,6 Millionen Franken.

Alle Bereiche legen zu

Der Geschäftsertrag stieg derweil um 7,1 Prozent auf 84 Millionen Franken. Im Zinsengeschäft resultierte ein Plus von 7,1 Prozent auf 55,4 Millionen Franken. Der Erlös aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte um fast einen Fünftel auf 17,1 Millionen Franken und der Handelserfolg gar um mehr als ein Drittel auf 8,4 Millionen Franken gesteigert werden.

Auf der Kostenseite wuchsen die Abschreibungen aufgrund der umfangreichen Investitionen. Unter anderem der Ausbau beim Personal und die Umsetzung der Multikanal- und Digitalisierungsprojekte hätten den Geschäftsaufwand um 3,1 Prozent auf 55,6 Millionen Franken erhöht.

Die Bilanzsumme stieg im Jahresvergleich um 12,6 Prozent auf 10,9 Milliarden Franken. Das Eigenkapital sei unter anderem durch die Einbehaltung des gesamten Jahresgewinns 2019 sowie durch zusätzliches AT1-Kapital und Reserven für allgemeine Bankrisiken gestärkt worden. Die Liquidität erreiche mit 253 Prozent mehr als das Doppelte der gesetzlichen Anforderung, teilt die Bank weiter mit.

Covid-Kredite über 140 Mio. Fr vergeben

CIC beteilige sich laut den Angaben an den Hilfsprogrammen des Bundes und konnte über 270 Covid-Kredite mit einem Volumen von über 140 Millionen Franken vergeben, hiess es weiter. Zudem beteilige sich CIC auch an diversen kantonalen Hilfsprogrammen.

Die Bank blickt "vorsichtig aber dennoch zuversichtlich" auf das zweite Halbjahr. "Wir rechnen trotz einem herausfordernden Umfeld mit einer weiterhin soliden Geschäftsentwicklung", wird Firmenchef Thomas Müller in der Mitteilung zitiert.

Die Banque CIC gehört zur französischen Bankengruppe Crédit-Mutuel und ist in der Schweiz mit mehr als 400 Beschäftigten neben dem Hauptsitz in Basel an acht weiteren Standorten vertreten.

pre/rw

(AWP)