Bank Coop 2016 mit leicht verbesserten Erfolgszahlen - Dividende unverändert

(ergänzt um weitere Details) - Die Bank Coop hat im vergangenen Geschäftsjahr 2016 etwas mehr verdient als im Jahr davor: Der Jahresgewinn erreichte 45,7 Mio CHF nach 44,6 Mio CHF im Jahr 2015. Die Dividende soll gegenüber dem Vorjahr aber unverändert bei 1,80 CHF zu liegen kommen.
08.02.2017 10:00

Die Tochtergesellschaft der Basler Kantonalbank (BKB) spricht in einer Mitteilung vom Mittwoch von einem "sehr erfolgreichen" Geschäftsjahr mit einer Zunahme der drei wesentlichen Erfolgsgrössen. Neben dem Gewinn sind dies der Geschäftsertrag, der um 0,8% auf 245,4 Mio CHF anstieg, und der Geschäftserfolg, der mit 78,0 Mio CHF um 0,1% über dem Vorjahr zu liegen kam.

STEIGERUNG IM ZINSGESCHÄFT

Zentral für das Ergebnis sei eine "starke Leistung" im wichtigsten Ertragspfeiler, dem Zinsengeschäft, gewesen, heisst es. Dieses konnte schwächere Erträge aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie aus dem Handelsgeschäft vollständig wettmachen, wie es heisst.

Im Detail stieg der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft um 4,2% auf 173,8 Mio CHF. Der Zuwachs konnte den Angaben nach u.a. durch die Optimierung der Refinanzierungsstruktur und durch eine Anpassung der Spargeldkonditionen an die Marktverhältnisse realisiert werden.

Zudem wurden die fällige Obligationenanleihe durch günstigere Pfandbriefdarlehen ersetzt. Die Anpassung des Kreditportefeuilles habe zu einer Auflösung von 1,9 Mio CHF (VJ: +1,5 Mio CHF) bei den ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen geführt.

KOMMISSIONSGESCHÄFT LEIDET UNTER MARKTUNSICHERHEITEN

Die anhaltende Zurückhaltung der Anleger aufgrund der ausgeprägten Marktunsicherheiten habe sich in der Berichtsperiode bemerkbar gemacht, heisst es weiter. Das Transaktionsvolumen sei über das ganze Jahr hinweg tief gewesen, was zu einem Rückgang des Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 6,8% auf 56,8 Mio CHF führte. Im Handelsgeschäft mit Kunden resultierte ein um rund 3,8% geringerer Erfolg von 11,1 Mio CHF. Grund dafür seien insbesondere rückläufige Absicherungsgeschäfte der Kunden und die daraus resultierenden Mindereinnahmen aus Devisentransaktionen.

KUNDENEINLAGEN LEICHT GESTIEGEN

Positiv entwickelt hätten sich mit +1,8% auf 14,5 Mrd CHF die Kundenausleihungen (Hypothekarforderungen allein +2,0%), heisst es. Dennoch bleibe die Bank ihren strengen Kreditvergaberichtlinien treu. Insbesondere bei der Finanzierung von Renditeobjekten sei man "zurückhaltend", heisst es dazu.

Die Kundeneinlagen nahmen derweil um 0,6% auf 11,9 Mrd CHF leicht zu. Zwar haben die Verpflichtungen gegenüber Kunden mit -0,1% auf 11,8 Mrd CHF leicht abgenommen. Die restlichen Verpflichtungen haben aber um 3,1% auf 83,7 Mio CHF deutlich zugenommen, was auf institutionelle Kunden zurückzuführen sei, die ihre liquiden Mittel hauptsächlich in Festgelder angelegt hätten, heisst es dazu.

Die Bilanzsumme erhöhte sich daher gegenüber dem Vorjahr um 1,7% auf knapp 17 Mrd CHF. Das Ergebnis habe auch eine weitere Stärkung der Eigenmittel (nach Gewinnverwendung) um 32,6 Mio CHF (+2,9%) ermöglicht, heisst es.

KERNGESCHÄFT BLEIBT SCHWIERIG

Für den weiteren Ausblick gibt sich die Bank vorsichtig. Sie geht davon aus, dass die Zinswende 2017 ausbleiben und das Umfeld in ihrem Kerngeschäft entsprechend anspruchsvoll bleiben wird. Davon unabhängig investiere man aber weiter in die physischen und digitalen Kundenkanäle, heisst es. Im Anlagegeschäft würden ausserdem die Vermögensverwaltungsmandate neu positioniert. Das Angebot werde vereinfacht und die Preismodelle sollen transparenter gestaltet werden.

Zusätzlich führten weitere regulatorische Neuerungen (u.a. AIA, MiFid) zu umfangreichen Umsetzungsarbeiten. "Die Investitionen in die Zukunft und das Negativzinsumfeld stellen für die Bank Coop weiterhin grosse Herausforderungen dar", hält die Bank abschliessend fest.

sta/uh

(AWP)