Bank Linth investiert ins Filialnetz und erzielt weniger Gewinn

(Mit weiteren Angaben ergänzt) - Die Bank Linth hat im Geschäftsjahr 2016 etwas weniger Ertrag und einen tieferen Gewinn erwirtschaftet. Das Jahr war einerseits geprägt gewesen von Investitionen ins Filialnetz und andererseits vom branchenweiten Druck auf die Zinsmarge. An die Aktionäre soll dennoch eine unveränderte Dividende von 8 CHF je Anteilsschein bezahlt werden
21.02.2017 11:18

Der Jahresgewinn der Bank Linth ging laut Mitteilung vom Dienstag um 1,9% auf 20,1 Mio CHF zurück, während sich der operative Geschäftserfolg von den Investitionen belastet um 17% auf 21,1 Mio zurückbildete. Die geplanten Kosten für die Neu- und Umbauprojekte in den Filialen Uznach, Rapperswil und Siebnen liessen den Sachaufwand gegenüber dem Vorjahr um 11% auf 28,1 Mio ansteigen. Und auch der Personalaufwand nahm mit 2,5% auf 31,9 Mio zu.

So stiegen die Betriebsaufwendungen der zur LLB-Gruppe gehörenden Ostschweizer Regionalbank insgesamt um 6,5% auf 60,0 Mio CHF, währendem sich der Geschäftsertrag mit 87,0 Mio in etwa auf dem Vorjahresniveau bewegte. Die Cost-Income-Ratio verschlechterte sich entsprechend auf 69,3% nach zuvor 62,7%.

Trotz des anhaltenden Margendrucks aber dank dem höheren Kreditvolumen nahm der Erfolg im wichtigsten Ertragspfeiler, dem Zinsengeschäft, um brutto 2,9% auf 61,7 Mio CHF zu. Der Erfolg im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sank dagegen um 3,2% auf 17,4 Mio und jener im Handelsgeschäft um 7,8% auf 6,0 Mio. Das tiefere Volumen an Devisentransaktionen sei der Grund für den rückläufigen Handelserfolg.

WEITERS VOLUMENWACHSTUM

Die Bank wuchs im Berichtsjahr sowohl bei den Kundenausleihungen, als auch bei den Kundengeldern. Erstere legten um 4,3% auf 5,61 Mrd zu, wobei die Hypothekarforderungen um 4,8% auf 5,40 Mrd stiegen. Die Bank Linth habe auch 2016 an ihren hohen Ansprüchen bei der Kreditvergabe festgehalten, heisst es.

Die Kundengelder erhöhten sich um 5,1% auf 4,44 Mrd. Hingegen lag der Netto-Neugeldzufluss mit 238 Mio deutlich unter dem Rekordwert aus dem Vorjahr von 348 Mio. Insgesamt verwaltete das Institut zum Jahresende Kundenvermögen (AuM) im Umfang von 6,84 Mrd, was einer Steigerung von 5,6% entspricht.

Total wuchs die Bilanzsumme im vergangenen Jahr um 3,1% auf 6,49 Mrd CHF an. Und nach beantragter Gewinnverwendung verstärkten sich die anrechenbaren Eigenmittel um 15 Mio auf 447 Mio. Die Bank halte mit einem Eigenmitteldeckungsgrad von 157,3% (Vj 158,8%) die gesetzlichen Eigenmittelvorschriften somit "komfortabel" ein, heisst es.

VORSICHTIG IM AUSBLICK

"Wir haben im Jahr 2016 konsequent in die Weiterentwicklung unseres Instituts zur Bank der Zukunft investiert und ein solides Ergebnis erwirtschaftet", wird VR-Präsident Ralph Siegl zitiert. Mit Blick auf die Gesamtwirtschaft geht er im laufenden Jahr weiterhin von anspruchsvollen Marktverhältnissen aus und erwartet ein Geschäftsergebnis, welches "im üblichen Rahmen" liegt.

Eine Veränderung wird es anlässlich der kommenden Generalversammlung vom 20. April im Verwaltungsrat geben. Vizepräsident Heinz Knecht tritt dann nämlich aus dem Gremium aus und soll durch LLB-Geschäftsleitungsmitglied Urs Müller ersetzt werden. Knecht war seit 2002 in verschiedenen Funktionen (u.a. VR-Präsident und CEO ad interim) für die Bank Linth tätig, während auch Urs Müller bereits in den Jahren 2011 bis 2015 im VR des Instituts Einsitz genommen hatte.

An der Börse schlagen die News der mehrheitlich zur LLB (Anteil: 74%) gehörenden Bank keine hohen Wellen. Bei lediglich einer gehandelten Aktie liegt das Papier bis um 10.30 Uhr mit 0,3% im Plus (SPI: +0,4%).

mk/cf

(AWP)